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Kardiologie 2. Jänner 2014

Empfehlungen zur Struktur der Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH Patienten) in Österreich

Uptdate 2011

Positionspapier der ÖKG - open ascess auf SpringerLink

Einleitung

Erwachsene Patienten/innen mit angeborenen Herzfehlern (EMAH) stellen im Gesamtspektrum der von „Erwachsenenkardiologen/innen“ zu betreuenden Patienten/innen eine kleine Gruppe dar und doch ist von einer Patientenanzahl von ca. 350.000 Personen in den D-A-CH (Deutschland-Österreich-Schweiz)-Ländern auszugehen. Die Probleme dieser PatientInnen unterscheiden sich in vielen Dingen grundlegend von jenen der sonst in der Erwachsenkardiologie zu betreuenden Patienten/innen. Eine adäquate Behandlung setzt daher besondere Kenntnisse und Erfahrungen des zuständigen Arztes voraus. Eine wesentliche Voraussetzung dafür, eine entsprechende Kompetenz aufzubauen und aufrechtzuerhalten, ist vor allem die ständige Beschäftigung mit dieser Materie und die regelmäßige Betreuung einer hohen Patientenzahl. Detaillierte aktuelle Behandlungsrichtlinien der D-A-CH AG für Erwachsene Patienten mit angeborenen Herzfehlern wurden unlängst auch im J Kardiol publiziert, aktuelle Richtlinien der amerikanischen und europäischen Fachgesellschaften liegen vor. Daher konzentrieren sich diese Empfehlungen auf die Strukturen der Versorgungseinrichtungen und die erforderlichen Qualifikationen der Leiter der Versorgungseinrichtungen für EMAH Patienten/innen in Österreich.
Nach internationalen Erfahrungen kann eine optimale Versorgung dieser Patientengruppe daher nur durch besonders dafür ausgerichtete Zentren für angeborene Herzfehler im Erwachsenenalter gesichert werden, die mit den jeweiligen betreuenden Kardiologen/innen bzw. Internen Abteilungen vor Ort entsprechend eng zusammenarbeiten. Ein Ziel der Arbeitsgruppe für angeborene und erworbene Herzfehler im Erwachsenenalter der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft ist es daher, auch in Österreich aktuelle Empfehlungen für entsprechende Strukturen der regionalen und überregionalen Versorgung auszuarbeiten und diese Richtlinien unter Internisten/innen mit kardiologischem Schwerpunkt bzw. Kardiologen/innen zu verbreiten. Dieses Update der erstmals im Jahre 2001 publizierten Österreichischen Richtlinien lehnt sich an international anerkannte Vorschläge an insbesondere an die rezenten deutschen Empfehlungen mit Adaptationen an die Situation in Österreich wo es notwendig war. Dabei erscheint eine Differenzierung in regionale und überregionale Versorgung der EMAH Patienten als sinnvoll.
 
Hinweis:
Den Volltext des Positionspapiers der ÖKG finden Sie auf SpringerLink im Volltext  - Open Access
 

Harald M. Gabriel, Helmut Baumgartner, Andreas Gamillscheg, Igor Knez, Robert Maier, Ina Michel-Behnke, Bert Nagel, Raphael Rosenhek, Jörg Ingolf Stein, Gregor Wollenek und Johannes Mair, Wiener klinische Wochenschrift 23/24/2013

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