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Kardiologie 6. Dezember 2013

Culprit Läsion: Kein geändertes Vorgehen nach PRAMI

Bei Patienten mit STEMI wird derzeit nur das schuldige Gefäß versorgt. Dass in gleicher Sitzung auch andere Stenosen behoben werden sollten, legen die Ergebnisse der PRAMI-Studie nahe. Bei dieser Untersuchung mit 465 britischen Patienten mit STEMI ließ man es nach Akut-PCI der Infarktarterie bei 231 Patienten damit bewenden. Bei 234 Patienten wurden weitere relevante Koronararterien gleich mitbehandelt. Das Ergebnis: Der kombinierte primäre Endpunkt wurde durch die Mehrgefäßintervention um 65 Prozent reduziert. Dennoch gibt es laut Aussagen von ÖKG-Präsident Univ.-Prof. Dr. Franz Weidinger keinen Grund das derzeitige Vorgehen zu ändern. „Anders als in PRAMI wird in Österreich nach einer Akut-PCI nämlich routinemäßig nachangiografiert. Ein zweizeitiges Vorgehen ist von Vorteil, weil andere Stenosen nach Abklingen der inflammatorisch und prothrombotisch angeheizten Infarktsituation besser beurteilt werden können.“

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