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Kardiologie 11. Oktober 2013

Neues TAVI System für Aortenstenose und -insuffizienz zugelassen

Degenerative Erkrankungen der Herzklappen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Oft, aber nicht immer, handelt es sich bei älteren Menschen um kalzifizierte, stenosierte Aortenklappen, die den Betroffenen erhebliche Probleme bereiten. Bisherige TAVI-Systeme sind aber primär für Stenosen geeignet. Ein neues TAVI-System (JenaValve) ist nun auch für nicht-kalzifizierte Klappen, wie sie bei der Aorteninsuffizienz vorkommen, zugelassen. Das System fasst zur Verankerung mit seinen Fühlern und den Stentstreben aktiv das native Klappensegel und benötigt daher keine Kalzifizierungen. Die Prothese wird nach dem Büroklammerprinzip aufgeklippt, wodurch eine vollständige Abdeckung des nativen Annulus ohne unnötige Aufdehnung erzielt wird. Zudem kann durch den innovativen Befestigungsmechanismus das Auftreten paravavlulärer Lecks verhindert werden. Auch bei der Aortenstenose bewährt sich das neue System. Die Erfolgsrate bei 117 Patienten mit schwerer Stenose betrug laut Interimsanalyse des JUPITER-Registers 94%.

 

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