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Kardiologie 11. Oktober 2013

Echokardiografie Qualitätssicherung hat oberste Priorität

Arbeitsgruppe 03 stellt sich vor

Die im Jahr 1980 gegründete Arbeitsgruppe Echokardiografie der ÖKG (AG Echo) hat sich die Sicherung der Ausbildungsqualität, die Optimierung und Vertiefung der Kenntnisse der Methode und die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Institutionen zum Ziel gesetzt. Die Aktivitäten werden durch den österreichweit besetzten Nukleus koordiniert. Die zahlreichen Aufgaben erfordern jährlich etwa 4 - 6 Sitzungen mit einer straffen Tagesordnung. Unsere AG bietet österreichweit strukturierte Grundlagen- und Aufbaukurse an, die durch Refresher und Seminare zu den verschiedensten Topics ergänzt werden und im gesamten deutschsprachigen Raum Anklang finden (Programm siehe www.atcardio.at). Zweimal jährlich werden in Wien, Graz und Innsbruck umfassende Prüfungen abgehalten. Dieses Angebot wird von zahlreichen Kollegen in Anspruch genommen und war lange vor jenem der EAE (European Association of Echocardiography, jetzt European Cardiovascular Imaging Association EACVI) ein Tool der Qualitätssicherung im Bereich der Echo-Ausbildung. Das von der AG Echo verliehene Diplom bestätigt die erfolgreiche Absolvierung der theoretischen und praktischen Prüfung und berechtigt niedergelassene FÄ für Innere Medizin zur Verrechnung der erstellten Befunde .

Unsere AG arbeitet auch an der Programmgestaltung für die ÖKG-Tagung seit Jahren mit und leistet hier sowie für den Jahreskongress der ÖGIM wichtige Beiträge. Neben den Vorträgen, Fokussitzungen, Fallpräsentationen und wissenschaftlichen Symposien finden die praxisbezogenen „How To“ Sitzungen großes Interesse. Aus der engen Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Ultraschall in der Inneren Medizin entwickelten sich kürzlich Ausbildungsrichtlinien zur Durchführung der Fokussierten Notfallkardiografie, die vor allem von Notärzten und Anästhesisten nachgefragt werden, seit geeignete Handheld -Geräte verfügbar sind. Auch hier war unsere AG von Beginn an auf die Optimierung der Befundqualität im Sinne der Sicherheit der Patienten bedacht.

Auch bei großen internationalen Kongressen wie ESC, EACVI Echokongress, EACVI National Working Group Meeting sind wir aktiv durch Beiträge der Mitglieder vertreten. Der Nukleus nimmt auch am internationalen Akkreditierungsprojekt der Echolabors der EACVI und geplanten Umfragen teil. Zahlreiche internationale und nationale Publikationen, sowie Projektteilnahmen durch Mitglieder der AG Echo runden unsere Aktivitäten ab.

Als Beitrag zur Qualitätssicherung ist jüngst eine Übersicht über Standards und Richtlinien in der Echokardiografie sowie ein Themenheft zur Bildgebung im Journal für Kardiologie finalisiert worden. Ein lange bearbeitetes Projekt konnte in die Routinearbeit der AG Echo übernommen werden: Nach der Definition erforderlicher personeller und apparativer Ausstattung wurden Referenzzentren für Echokardiografie definiert, die auf freiwilliger Basis und Anforderung durch einen aus dem Nukleus entsandten Auditor besucht werden und so ein Feedback über ihren Status gewinnen können. Im vergangenen Jahr wurde bereits ein Großteil der als Referenzzentren gemeldeten Institutionen auditiert und die definierten Parameter erfasst. Dies dient auch zukünftig der Optimierung der Qualität von Echolabors, die das Ziel eines Referenzzentrums haben, und das Audit kann in den Spitälern im Sinne des erforderlichen Qualitätsmanagements verwendet werden.

AG-Leiterin: Prof. Dr. Jutta BERGLER-KLEIN

Mail:

Stv. Leiter: OA. Dr. Franz GLASER

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