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Kardiologie 11. Oktober 2013

Schrittmacher bescheren ein normales Leben

Menschen, die wegen Bradykardie einen Schrittmacher erhalten, sterben heute in der Regel nicht an den Folgen ihrer Herzrhythmusstörung. Ihre Prognose wird vor allem durch eventuelle Begleiterkrankungen wie KHK oder Herzinsuffizienz bestimmt. Besteht keine kardiovaskuläre Co-Morbidität, haben Schrittmacher-Patienten die gleiche Lebenserwartung wie Personen gleichen Alters und Geschlechts in der Normalbevölkerung. Die Bradykardie hat dann per se keinen negativen Einfluss auf die Prognose. Zu diesem Ergebnis kommen Untersucher aus den Niederlanden in einer prospektiven Kohortenstudie (FollowPace), die Dr. Erik O. Udo aus Utrecht beim ESC-Kongress vorgestellt hat. Wie Udo berichtete, sind die vorliegenden Studien zur Prognose von Schrittmacher-Patienten mehr als 20 Jahre alt. Inzwischen ist aber die technische Entwicklung von Schrittmachern vorangeschritten. Um sich ein für die heutige Zeit repräsentatives Bild zu verschaffen, haben Udo und seine Kollegen 1517 Patienten ausfindig gemacht, die zwischen 2003 und 2007 an 23 Kliniken wegen Bradykardie erstmals mit einem Schrittmacher versorgt worden waren. Die Nachbeobachtung erstreckte sich im Schnitt über knapp sechs Jahre. Nach einem Jahr lag die Überlebensrate bei 91 Prozent. Nach drei, fünf und sieben Jahren lebten noch 81 %, 69% und 61% aller Patienten.

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