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Kardiologie 30. September 2013

Optimale Patientenauswahl ist wichtig

Österreichische Studie: Herz-CT statt Katheteruntersuchung.

Die Computertomographie (CT) zur Untersuchung der Herzkranzgefäße spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der Früherkennung von Kalkablagerungen und Verengungen in den Herzkranzgefäß-Arterien. Doch nicht immer werden Patienten zur Untersuchung überwiesen, bei denen der Einsatz des Herz-CT besonders zweckmäßig ist:

Eine Herz-CT kann Verstopfungen der Gefäße sehr genau erkennen und quantifizieren, aber auch präzise ausschießen und ambulant, rasch und für Patienten schonend – ohne Anlage eines Herzkatheters – durchgeführt werden. Wie eine Studie aus Innsbruck zeigt, ist die Patientenauswahl bei der Überweisung oft nicht optimal: So entsprach nur bei 31 Prozent der Patienten die Zuweisung zur CT-Untersuchung vollständig den Richtlinien, bei immerhin 53 Prozent entsprachen die Fragestellungen nicht in vollem Umfang den Empfehlungen der Fachgesellschaften. Bei 16 Prozent der Fälle war eine klare Zuordnung nicht möglich.

„Die höchsten Quoten an Übereinstimmung mit den Empfehlungen hatten Zuweisungen aus dem eigenen Klinikum und anderen Krankenhäusern“, so Erstautor Prof. Dr. Guy Friedrich. „Die höchste Rate an weniger geeigneten Zuweisungen kam aus dem niedergelassenen Bereich. Diese Ergebnisse bestätigen die Wichtigkeit, die Empfehlungen der Fachgesellschaften zum Einsatz der Koronar-CT zur Untersuchung der Herzkranzgefäße durch Fortbildung und gezielte Information unter den zuweisenden Ärzten noch bekannter zu machen und sie damit bei der Zuweisungsentscheidung optimal zu unterstützen.“ Der entsprechende diagnostische und therapeutische Nutzen für Herzpatienten und zuweisende Ärzte wird die logische Folge sein. Es gibt Hinweise in internationalen Untersuchungen, dass die Zahl geeigneter Zuweisungen tendenziell durch regelmäßige Updates der Empfehlungen und Fortbildungen deutlich zunehmen können, so Friedrich.

Die Zahlen der Herz-CT-Untersuchungen sind im deutschsprachigen Raum in den vergangenen Jahren rapide angestiegen. Die österreichischen Gesellschaften für Radiologie und Kardiologie haben daher gemeinsame Richtlinien zur korrekten Fragestellung und Durchführung von Koronar-CTs publiziert. Dies ist schon deshalb wichtig, weil dabei Röntgenstrahlen und Kontrastmittel verwendet werden. Sie sollte also nur zum Einsatz kommen, wenn sie wirklich Nutzen bringen kann.

Quelle: Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC), Amsterdam – ESC Abstract P4701.

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