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Kardiologie 23. August 2013

Nachhaltige Forschungsförderung

Die Österreichische Herzstiftung wurde 2010 gegründet, um die kardiologische Forschung auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nachhaltig zu sichern. 2011 wurden die ersten Forschungsförderungen ausgezahlt.

Die in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gestiegene Lebenserwartung ist zu einem Gutteil auf eine sinkende Sterblichkeit der Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurück zuführen. Die Leistungen der modernen Kardiologie können also mit Recht als Erfolgs-Story bezeichnet werden. Dem steht allerdings eine wenig erfreuliche Entwicklung bei der Förderung kardiologischer Forschungsprojekte gegenüber. Die generelle Budgetknappheit macht auch vor der Herz-Forschung nicht halt, und die Finanzierung unabhängiger Forschungsprojekte wird zunehmend schwieriger.

„Im Jahr 2010 wurde deshalb analog zur Deutschen Herzstiftung die Österreichische Herzstiftung als gemeinnützige Stiftung gegründet“, sagte Univ.-Prof. DDr. Robert Gasser von der Medizinischen Universität Graz bei der Generalversammlung im Rahmen der Jahrestagung der Österreichischen Kardiolgischen Gesellschaft in Salzburg. Nur so könnten auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten unabhängige Forschungsprojekte langfristig gesichert werden. „Mit der Österreichischen Herzstiftung haben wir eine Struktur geschaffen, die es möglich macht, Spenden jeder Art sowie Verlassenschaften entgegenzunehmen“, so Gasser. Per Bescheid des Finanzministeriums (GZ.SPE 33/08 vom 21.Mai 2010) ist die Herstiftung „spendenbegünstigt“ laut §4a Z1 lit e EStG 1988, was bedeutet, dass Spenden steuerlich geltend gemacht werden können.

Stipendien und Fördergelder der Österreichischen Herzstiftung sollen aber nicht nur für die kardiologische Forschung zur Verfügung stehen. Auch Kampagnen, die das Bewusstsein für Herzerkrankungen und die Bereitschaft für eine gesündere Lebensweise in der Bevölkerung steigern, können von der Stiftung finanziell unterstützt werden.

Derzeit sind in der Österreichischen Herzstiftung rund 400.000 Euro kapitalisiert. Die Vergabe der Fördergelder erfolgt in Abstimmung mit der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft. ak

Sitz der Stiftung: Medizinischen Universität Wien, 1090, Währinger Gürtel 18-20. Anfragen sind über das Sekretariat der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft möglich; Tel.: 01-40400-4616, E-Mail:

Bankverbindung für Spenden : Österreichische Herzstiftung, Bankverbindung: Bank Austria, BLZ: 12.000, Kontonummer: 50463013138.

Kontakt: Prof. Dr. Robert Gasser ( ).

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