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Kardiologie 4. Juni 2013

Verbesserte CRT durch neue Technologie

Mit dem Multipoint-Pacing geht der Fortschritt in der kardialen Resynchronisation unaufhaltsam weiter.

Die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) ermöglicht es, durch Stimulation der gestörten Mechanik des Herzens Hämodynamik, Pumpfunktion und Belastbarkeit bei Patienten mit Herzinsuffizienz und ventrikulärer Dyssynchronie zu verbessern. Voraussetzung für den Erfolg der Maßnahme ist eine richtige Indikationsstellung, wie in den aktuellen europäischen und nordamerikanischen Leitlinien betont wird. Diesen zufolge ist die CRT-Therapie bei Patienten mit fortgeschrittener Erkrankung und einem Linksschenkelblock mit einer QRS-Breite von mehr als 150 ms mit dem höchsten Empfehlungsgrad indiziert.

Neuer Ansatz für Non-Responder

Aber trotz aller Fortschritte in der CRT-Technologie und der in klinischen Studien nachgewiesenen Verbesserung von Morbidität und Mortalität zeige sich im klinischen Alltag eine mit 30 bis 40 Prozent relativ hohe Non-Responderrate, bemängelte Dr. Johannes Sperzel, Kerckhoff-Klinik Herz- und Thoraxzentrum Bad Nauheim, anlässlich der DGK-Tagung in Mannheim. Probleme bei der Implantation und Nachsorge wie hohe Reizschwellen, Phrenikusstimulation und Elektrodendislokation seien noch nicht vollends beherrscht. Die neue quadripolare Stimulationstechnologie könne zu einer Verbesserung der RCT-Therapie beitragen und möglicherweise auch die Responderrate erhöhen.

Mit bis zu 10 Stimulationsvektoren bietet die vierpolige linksventrikuläre Elektrode (QuartetTM) mehr Optionen zur Bestimmung der optimalen Elektrodenposition und zur Behandlung von Stimulationskomplikation während und nach der Implantation, so Dr. Klaus Jürgen Gutleben, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen. Die optimale Konfiguration scheine inter- und intraindividuell zu variieren. „Zumindest für Non-Responder kann Multipoint Pacing die Zukunft der CRT sein“, konstatierte Gutleben.

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