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Übersichtlich und kompakt - das Informationsmaterial des Hauptverbandes und der AG Herzinsuffizienz der ÖKG.
 
Kardiologie 4. Juni 2013

Kampf dem Informationsdefizit

Die Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz der ÖKG und der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger starten eine breite Informationsoffensive zum Thema Herzinsuffizienz.

In Österreich sind 250.000 bis 300.000 Menschen an Herzinsuffizienz erkrankt. Trotz der weiten Verbreitung ist das Wissen über die Erkrankung in der Bevölkerung bescheiden. Jeder Fünfte glaubt, eine Herzinsuffizienz würde sich spontan innerhalb eines Monats zurückbilden. Wenig bekannt sind auch die Symptome der Erkrankung. Während in einer europaweiten Studie rund die Hälfte der Befragten typische Schlaganfall-Symptome korrekt zuordnen konnte, war das bei der Herzinsuffizienz nur bei drei Prozent der Fall.

Diesen Wissensdefiziten in der Bevölkerung haben Experten nun den Kampf angesagt. Die Sozialversicherung hat mit fachlicher Unterstützung der Arbeitsgruppe Herzinsuffizienz der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft einen Folder für Patienten herausgegeben. Ziel der Broschüre ist, auf das Thema aufmerksam zu machen sowie über Risikofaktoren, Beschwerden, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. „Die Betroffenen sollen auch verstehen lernen, wie wichtig die Therapietreue für ein längeres Leben mit guter Lebensqualität ist“, erklärte OA Dr. Christian Ebner, KH Elisabethinen Linz und Leiter der AG Herzinsuffizienz der ÖKG.

Doch nicht nur bei den Betroffenen gibt es Handlungsbedarf. Auch die ärztlichen Verordnungen entsprechen nicht immer dem empfohlenen Standard. Daten aus dem österreichischen Herzinsuffizienz-Register zeigen, dass 64 Prozent der Herzinsuffizienz-Patienten nicht einmal 50 Prozent der in den entsprechenden Leitlinien empfohlenen Medikamentendosierungen erhalten. Eine laufende Aktualisierung des Wissensist daher auch bei Ärzten nötig.

Freilich kann nicht jeder Arzt in jeder Situation die umfangreichen Therapieleitlinien immer und überall in Sekundenschnelle abrufen. Daher wurde auch für Ärzte ein übersichtlicher Informationsfolder sowie ein kompakter Praxisleitfaden zur Diagnostik und Therapie der chronischen Herzinsuffizienz herausgegeben. Die Unterlagen stehen auf der Homepage des Hauptverbandes zur Verfügung, die Pocket-Guidelines können per Mail angefordert werden.

Download des Patientenfolders unter: www.hauptverband.at/herzinsuffizienz

Download des Ärztefolders unter: www.svb.at/mediaDB/ 966404_HerzArzt_svb-s.pdf.

Die Pocket-Guidelines sind zu bestellen bei: J , Firma Servier

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