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Kardiologie 19. November 2012

Anti-Inflammation mit Statinen

Erhöhte Cholesterinwerte im Serum sind seit vielen Jahren als Auslöser von atherosklerotischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen bekannt. Dementsprechend wurden Medikamente wie die Statine entwickelt, die den Cholesterinspiegel effektiv senken und gleichzeitig Herz-Kreislauf-Ereignisse vermindern.

Zuletzt wurden zahlreiche Daten publiziert, die gezeigt haben, dass auch eine „stille“ chronische Entzündung, die sich zum Beispiel in erhöhten hoch-sensitiv gemessenen CRP-Werten (hsCRP) zeigt, maßgeblich für die Entstehung von kardiovaskulären Ereignissen verantwortlich ist. Die Entzündungsvorgänge nehmen ihren Ausgangspunkt in der Gefäßwand oder auch – bei Adipositas – im Fettgewebe. Statine reduzieren die Entzündungsreaktion und senken chronisch erhöhte hsCRP-Werte.

Rezente Daten aus Post-hoc-Analysen, aber auch in einer speziell dazu konzipierten randomisierten Studie (JUPITER), ergaben, dass die präventive Wirkung, besonders der hoch potenten Statine, zu einem Gutteil auf ihrer entzündungshemmenden Wirkung beruht. Entsprechend wurden in jüngster Zeit große Studien initiiert, die untersuchen, inwieweit anti-inflammatorische Medikamente Herz-Kreislauf-Ereignisse verhindern.

Prof. Dr. Thomas Stulnig, Univ.-Klinik für Innere Medizin III, Wien     

Einen ausführlichen Vortrag zu diesem Thema wird der Autor am 6. Dezember 2012 im Rahmen des Kongresses „Menopause – Andropause – Anti-Aging“ in Wien halten. Programm und Anmeldung unter www.menopausekongress.at

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