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Kardiologie 5. November 2012

Herzinsuffizienz

Arzt & Apotheker für den Patienten

Mit einem weltweit einzigartigen interdisziplinären Studienprogramm soll in Deutschland erkundet werden, ob eine derartige Zusammenarbeit die Versorgung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz verbessert.

Seit Oktober untersuchen Apotheker und Ärzte gemeinsam, ob ein interdisziplinäres Programm die Medikamenteneinnahme verbessern und damit die Therapietreue erhöhen kann. Die Studie PHARM-CHF (Pharmacy-based Interdisciplinary Program for Patients with Chronic Heart Failure: A Randomized Controlled Trial) geht der Frage nach, ob die regelmäßige, langfristige Betreuung durch Apotheker und die Bereitstellung der Medikation in einem Wochendosiersystem - ohne Veränderung der ärztlichen Therapie - Arzneimittelrisiken, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle vermindern kann. Mehr als 2.000 Patienten ab 65 Jahren sollen an PHARM-CHF teilnehmen.

Die chronische Herzinsuffizienz ist mit etwa 2,8 Millionen Betroffenen eine der häufigsten Krankheiten in Deutschland und der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen älterer Menschen. In Österreich sind sechs bis zehn Prozent der Über-65jährigen oder etwa 160.000 in dieser Altersgruppe davon betroffen.

Eine leitliniengerechte Behandlung wird im Versorgungsalltag häufig nicht erreicht. Der zentrale Bestandteil der Intervention ist der wöchentliche Besuch der Patienten in einer Studien-Apotheke. „Der Apotheker legt seinen Fokus darauf, die Therapietreue zu verbessern und in Kooperation mit dem behandelnden Arzt arzneimittelbezogene Probleme zu erkennen und zu lösen“, sagt Co-Studienleiter Prof. Dr. Martin Schulz von der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Bundesweit sollen etwa 300 Arztpraxen und 300 öffentliche Apotheken an der Studie teilnehmen.

Quelle: Pressemitteilung ABDA

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