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Kardiologie 1. Jänner 2012

Erhöhte γ-Glutamyltransferase bei ICD-Patienten

HINTERGRUND: Erhöhte γ-Glutamyltransferase (GGT) Plasmaspiegel korrelieren mit kardiovaskulären Erkrankungen, aber nichts ist bekannt über eine mögliche Assoziation mit dem gehäuften Auftreten von ventrikulären Tachyarrhythmien. Weiters stellt sich die Frage, ob erhöhte GGT Werte auch bei ICD-Patienten mit einer erhöhten Sterblichkeit verbunden sind. METHODEN UND RESULTATE: Aufgrund der geschlechtsspezifischen Normalwerte von GGT wurden nur männliche Patienten in die Analyse eingeschlossen. In einer retrospektiven Studie an 743 Patienten konnte gezeigt werden, dass erhöhte GGT Werte mit einer signifikant erhöhten Gesamtmortalität, nicht aber mit einer gehäuften Notwendigkeit von appropriater ICD-Therapie (antitachykardes Pacing, Schockabgabe) assoziiert sind. In einer Cox Regressionsanalyse bestätigte sich ein erhöhter GGT Wert (>56 U/L) als unabhängiger Risikofaktor für erhöhte Sterblichkeit, vor allem wenn dieser in Kombination mit einer eingeschränkten Nierenfunktion (GFR <60 ml/min/1,73 m2) auftritt. ZUSAMMENFASSUNG: Erhöhte GGT Werte sind trotz ICD Therapie mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit assoziiert. Es bleibt zu überprüfen, ob dieser Routineparameter in der verbesserten Patientenselektion zur ICD Therapie eine Rolle spielen kann.

Wolfgang Dichtl, Thomas Wolber, Ursula Paoli, Thomas Theurl, Simon Brüllmann, Markus Stühlinger, Thomas Berger, Karin Spuller, Alexander Strasak, Otmar Pachinger, Laurent Haegeli, Firat Duru, Florian Hintringer, Wiener klinische Wochenschrift 1/2/2012

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