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Kardiologie 25. September 2011

Herzinsuffizienz-Register gegen schlechte Ergebnisse

Die Behandlungserfolge bei Patienten mit akuter Herzinsuffizient (HI, Herzschwäche) sind noch immer inakzeptabel. Das kritisiert die Europäische Kardiologengesellschaft (ESC) auf ihrem Jahreskongress in Paris, bei dem aktuelle Daten des laufenden ESC EURObservational Research Programme vorgestellt wurden.

Ergebnisse der Pilotstudie

Die Gesamtsterblichkeit bei Patienten mit akuter HI, so die Ergebnisse der Pilotstudie, betrug innerhalb eines Beobachtungsjahres 17 Prozent, die Kombination von Gesamtsterblichkeit und erneuter Aufnahme in einem Spital 35 Prozent. In das Register eingeschlossen waren 5.118 Patienten aus 136 Herzzentren in 12 europäischen Ländern, der Beobachtungszeitraum betrug 12 Monate. Die Mortalität bei Patienten mit chronischer HI hingegen verbesserte sich auf 7 Prozent.

Richtliniengestützte Therapie

Ziel der Untersuchung war es, die Krankheitsgeschichte der HI-Patienten zu dokumentieren, inklusive der akuten Episoden, der Änderung ihres klinischen Zustandes und der Behandlungsstrategien. Prof. Dr. Franz Weidinger, Präsident elect der Österreichischen Kardiologengesellschaft (ÖKG): "Die vergleichsweise guten Behandlungsergebnisse von Patienten mit chronischer HI können damit erklärt werden, dass Europas Kardiologen sehr häufig Richtlinien-gestützte medikamentöse Behandlungen anwenden.

Effektive Strategien

Im Gegensatz dazu werden Patienten mit akuter HI häufig nicht Evidenz-basiert, sondern nach bestem Wissen und Gewissen behandelt. Das Fehlen von speziellen kontrollierten Studien, die effektive Behandlungsstrategien für bessere Ergebnisse aufzeigen, kann eine Ursache für die hohe beobachtete Sterblichkeit und Krankheitsanfälligkeit bei Patienten mit akuter HI sein.“

Presse ÖKG/red, springermedizin.at

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