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Kardiologie 21. Juni 2011

Wie eine Herzinsuffizienz entsteht

Grazer entschlüsseln pathologische Vorgänge im Zusammenhang mit einem erhöhten Kalziumgehalt.

Ein Team um Prof. Dr. Klaus Groschner (Institut für Pharmazeutische Wissenschaften, Karl-Franzens-Universität Graz) konnte zeigen, welcher Mechanismus den pathologischen Veränderungen zugrunde liegt. „In einer bisher unbekannten Mikrodomäne der Herzmuskelzelle, einer bestimmten Stelle an der Innenseite der Plasmamembran, wird zu viel Kalzium eingeschleust“, so Groschner. Verantwortlich dafür sind TRPC-(transient receptor potential canonical)-Kanalkomplexe. Diese Kanäle lassen zu viel Kalzium an den regulatorischen Mikrodomänen in die Zelle. Der Überschuss führt dazu, dass die Steuerung des genetischen Programms außer Kontrolle gerät. Die Zelle wird „umprogrammiert“; es kommt zu krankhaften Veränderungen. Ist die fatale Entwicklung in Gang gesetzt, gelangt mehr Kalzium in die Zelle und die Erkrankung schreitet immer rascher fort.

Poteser, M. et al.: PNAS, 6. Juni 2011, Article #201106183

Uni Graz/PH, Ärzte Woche 25 /2011

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