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Kardiologie 7. Juni 2011

Schutz gegen Operations-komplikationen

Patienten, die vor großen elektiven Operationen Statine einnehmen, haben offenbar ein geringeres Risiko für eine akute postoperative Nierenschädigung als Patienten ohne diese Behandlung. Das legen zumindest die Ergebnisse einer großen Kohortenstudie nahe, die auf den Daten von 213.347 älteren Patienten basiert. Dabei handelte es sich um Personen, die zwischen 1995 und 2008 in der kanadischen Provinz Ontario einem größeren chirurgischen Eingriff unterzogen worden waren. Ein Forscherteam um Dr. Amit Garg aus London, Ontario, ist bei seiner retrospektiven Analyse der Frage nachgegangen, welchen Einfluss eine vorbestehende Behandlung mit Statinen auf das Risiko einer akuten Nierenschädigung als postoperative Komplikation hatte (J Am Soc Nephrol 2011; 22: 939). Vor der Operation hatten 32 Prozent der Patienten Statine eingenommen. Innerhalb der ersten zwei Wochen nach der Operation entwickelten 1,9 Prozent der Patienten eine akute Nierenschädigung, bei 0,5 Prozent wurde deshalb eine Dialyse-Behandlung erforderlich. Die Gesamtsterberate nach 30 Tagen betrug 2,8 Prozent. Eine Vorbehandlung mit Statinen schien sich dabei positiv auszuwirken: Sie war mit einem relativ um 16 Prozent niedrigeren Risiko für eine postoperative Nierenschädigung assoziiert. Die Wahrscheinlichkeit einer notwendigen Dialyse-Therapie war relativ um 17 Prozent geringer. Dies könnte sich prognostisch günstig ausgewirkt haben, war doch die 30-Tage-Mortalität im Falle einer Statin-Vorbehandlung relativ um 21 Prozent niedriger.

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