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Kardiologie 1. Mai 2011

Ambulante kardiologische Phase-III-Rehabilitation – retrospektive Kohortenstudie zu einer Wiener Einrichtung

GRUNDLAGEN: Die vorliegende retrospektive Kohortenstudie untersucht Wirksamkeit und Nachhaltigkeit des am Zentrum für Ambulante Rehabilitation (ZAR) angebotenen, kardiologischen Phase-III-Rehabilitationsprogramms (Ph-III). METHODIK: Es wurden Routine-Daten von 451 Patienten der Interventionsgruppe (IG, mit Ph-III) und 781 Patienten der Kontrollgruppe (KG, ohne Ph-III) analysiert. ERGEBNISSE: Bei einer medianen Beobachtungsdauer von 2,73 Jahren traten in der IG um 30 % weniger Todesfälle auf, als aufgrund der Mortalität in der KG zu erwarten gewesen wären (rr = 0,70; p = 0,108). Dafür wurde in der IG eine um 34 % höhere Re-Event-Rate (v.a. Stentimplantationen) verzeichnet (rr = 1,34; p = 0,095). Zu Beginn des Beobachtungszeitraumes unterschieden sich die Gruppen in einigen Merkmalen. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Der tendenzielle Überlebensvorteil der IG kann ursächlich an der intensiveren medizinischen Betreuung oder am höheren Gesundheitsbewusstsein der IG liegen, oder auf einem Selektionsnachteil der KG (z. B. höherer Schwergrad der Erkrankung) beruhen. Die Kausalität möglicher positiver Effekte kann aufgrund des Studiendesigns nicht als gesichert angesehen werden.

Brigitte Piso, Heinz Tüchler, Michael Gyimesi, Ingrid Kollmann, Gottfried Endel, Ingrid Wilbacher, Robert W. Kurz, Rudolf Müller, Wiener Medizinische Wochenschrift 9/10/2011

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