zur Navigation zum Inhalt
 
Kardiologie 10. Mai 2011

Reduzierung der Routinekontrollen

Telemedizin verbessert die Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten.

Viele Patienten mit Herzinsuffizienz werden heute mit kleinen implantierbaren Geräten („Devices“) versorgt. Solche Schrittmacher, Cardioverter-Defibrillatoren oder kardiale Resynchronisationstherapie-Geräte beeinflussen nicht nur die elektromechanischen Funktionen des Herzens, sie können auch Patientendaten mittels Fernübertragung an Krankenhäuser oder Arztpraxen kommunizieren. „Die Daten werden über das Mobilfunknetz auf den Computer des Arztes übertragen. Damit kann dieser die patientenbezogenen Messwerte und Daten kontrollieren und eine Verschlechterung der Erkrankung oder das Risiko eines bedrohlichen Ereignisses rechtzeitig zu erkennen“, so Prof. Dr. Wolfgang Bauer, Würzburg.

Im Idealfall könnte es so gelingen, Routinekontrollen im Spital zu vermeiden und Patienten nur zu hospitalisieren, wenn es tatsächlich medizinisch geboten ist. Die Ziele sind Vorhersage des Krankheitsverlaufs, frühzeitige Intervention sowie Reduzierung von Hospitalisierung und Kosten.

Die Vorteile dieses „Home Monitoring“ wurden mittlerweile in mehreren Studien gezeigt. In der CONNECT-Studie mit rund 2.000 Teilnehmern vergingen in der Home-Monitoring-Gruppe durchschnittlich 4,6 Tage zwischen einem kritischen Zwischenfall („Event“) und einer klinischen Entscheidung, in der konventionell behandelten Gruppe jedoch 22 Tage. Auch die Zahl der Krankenhausaufenthalte konnte gesenkt werden.

Ein innovativer Ansatz ist das „Fluid Status Monitoring“, das anhand von Messungen der Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge eine Früherkennung der Zunahme der kardialen Dekompensation möglich machen soll.

 

Quelle: Pressegespräch anlässlich der 77. Jahrestagung der DGK

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben