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Kardiologie 10. Mai 2011

Stammzelltherapie

Bessere Wundheilung und weniger Amputationen.

Die Injektion von Stammzellen aus dem Knochenmark in die Gefäßversorgung des betroffenen Beines können bei einer schweren Form der arteriellen Verschlusskrankheit, der kritischen Extremitätenischämie (CLI), zu einer verbesserten Wundheilung und einer Verringerung der Amputationsrate führen, wie eine Studie eines Forscherteams aus Berlin, Karlsbad und Trier zeigt. In der „BONe Marrow Outcome Trial in Critical Limb Ischemia (BONMOT-CLI)“-Studie wurden 90 Patienten mit fortgeschrittener arterieller Verschlusskrankheit, bei der eine Revaskularisierung nicht möglich war, untersucht. Der Hälfte der Studienteilnehmer wurden konzentrierte autologe Knochenmarkstammzellen in das von CLI betroffene Bein injiziert, die andere Gruppe erhielt eine Plazebotherapie.

Nach Auswertung der Daten der Hälfte der Studienteilnehmer zeigt sich, dass in der mit Stammzellen behandelten Patientengruppe bei nur 12  Prozent eine Amputation oberhalb des Knöchels vorgenommen werden musste, in der Plazebogruppe hingegen bei 24 Prozent. Schlecht heilende Wunden sind ein typisches und besonders schwer kontrollierbares pAVK-Problem. In der Stammzellen-Gruppe nahm die Wundgröße um 27 Prozent ab, in der Plazebogruppe mit konventioneller Wundversorgung hingegen um 32 Prozent zu.

Keinen Nutzen brachte eine Stammzelltherapie jedoch Patienten, die nach einem Herzinfarkt einen Stent erhielten und danach einer Behandlung mit aus dem eigenen Knochenmark isolierten mononuklearen Stammzellen, infundiert in das Infarktgefäß, unterzogen wurden.

 

Quelle: Lüdemann et al, Abstract V870, Clin Res Cardiol 100, 2011; Wöhrle et al, Abstract P1003, Clin Res Cardiol 100, 2011

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