zur Navigation zum Inhalt
Foto: photos.com / Ärzte-Woche-Montage
Ein erhöhtes Herzfehler-Risiko besteht bei Mehrlingsschwangerschaft.
 
Kardiologie 10. Mai 2011

Angeborene Herzfehler

Frühchen und Mehrlinge öfter betroffen.

Eines von 100 neugeborenen Babys kommt mit einem Herzfehler zur Welt. Mehrlingsschwangerschaft, Frühgeburt und niedriges Geburtsgewicht waren dabei doppelt so häufig vertreten wie im Bundesdurchschnitt, fasste Prof. Dr. Angelika Lindinger vom Universitätsklinikum Homburg die Ergebnisse der Deutschland-weiten PAN-Studie (Prävalenz angeborener Herzfehler bei Neugeborenen) zusammen.

Der bei weitem häufigste angeborene Herzfehler mit fast der Hälfte der registrierten Fälle ist der Ventrikelseptumdefekt (48,9 Prozent), bei dem eine Verbindung zwischen den beiden großen Herzkammern besteht, gefolgt vom Vorhofseptumdefekt (17 Prozent), also der Verbindung zwischen linker und rechter Vorkammer, und der Pulmonalklappenstenose (6 Prozent).

Bei 39,3 Prozent wurde der Herzfehler bereits pränatal festgestellt, bei drei Viertel dieser vorgeburtlich entdeckten Schädigungen war der Herzfehler stark ausgeprägt.

 

Quelle: Lindinger et al, Abstract V1504, Clin Res Cardiol 100, 2011

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben