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Kardiologie 1. April 2011

Katheterunterstützte Aortenklappenimplantation- TAVI: Frühe Ergebnisse nach transapikalen Zugang in einer multimorbiden, hoch betagten, Hochrisiko-Population

GRUNDLAGEN: Bericht über die Erfahrungen an unserer Abteilung über die transapikale Implantation von Aortenklappenprothesen (TAVI) bei Hochrisiko-Patienten ohne den Einsatz einer extrakorporalen Kreislaufunterstützung. METHODIK: TAVI wurde durch eine linksseitige laterale Mini-Thorakotomie am schlagenden Herzen durchgeführt. Ein Pericard-Xenograft fixiert in einem rostfreien Stent, der mittels Ballon expandiert wird, wurde in Aortenposition über einen Katheter implantiert. ERGEBNISSE: 22 Patienten (80,3 a) wurden konsekutiv von 11/09 bis 12/10 operiert. Die Implantation wurde unter röntgenologischer und echokardiographischer Kontrolle durchgeführt. Der durchschnittliche EuroScore bzw. STS-Score betrug 24,8 ± 6,5 und 14,3 ± 4,5. Die Positionierung der Klappe in Aortenposition über den Apex cordis gelang bei 22 Patienten. Zwei Patienten mussten intraoperativ akut zu einer regulären Aortenklappenoperation mittels Sternotomie konvertiert werden. Ursache war einmal eine Obstruktion des linken Koronarostiums und einmal eine irreversible hochgradige Insuffizienz der Klappenprothese. Echokardiographisch konnten postoperativ bei 8 Patienten kleine paravalvuläre oder zentrale Lecks entdeckt werden. Ein Patient verstarb während des Spitalsaufenthaltes am 40. Tag. Das mittlere Überleben beträgt 95,5 % bei einem follow-up Intervall von 223 Tagen (19 bis 391). SCHLUSSFOLGERUNGEN: TAVI ist eine sicher Methode des Aortenklappenersatzes mit gut Frühergebnissen in einer Hochrisiko-Patientengruppe. Die Langzeit-Haltbarkeit der Klappenprothese muss allerdings erst in weiteren Studien verifiziert werden.

Ch. Holzinger, B. K. Podesser, W. Haumberger, M. Buss, W. Dietl, H. Kassal, European Surgery 2/2011

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