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Kardiologie 1. April 2011

Die Rolle von Milrinon zur Behandlung des kardiovaskulären Versagens bei Kindern: eine Literaturübersicht

GRUNDLAGEN: Kardiovaskuläre Funktionsstörungen treten bei Kindern gehäuft nach herzchirurgischen Operationen unter Verwendung der Herz-Lungen-Maschine und im Rahmen eines Schockgeschehens auf. METHODIK: Systematische Literaturrecherche. ERGEBNISSE: Es wurden 4 randomisierte, kontrollierte Studien (RCT) in diese systematische Literaturanalyse eingeschlossen. Im Vergleich zu Plazebo reduzierte die Gabe von Milrinon signifikant das Auftreten eines Low Cardiac Output-Syndroms nach herzchirurgischen Eingriffen bei 238 Kindern. In einer weiteren Studie bei 46 Kindern mit erhöhtem pulmonal-arteriellem Widerstand und gestörter Oxygenierung nach Fontan-Operation führte die Kombination aus NO und Milrinon zur am stärksten ausgeprägten pulmonal-arteriellen Widerstandssenkung und Verbesserung der Oxygenierung. Nach alleiniger Gabe von Milrinon kam es ebenfalls zu einer Verbesserung der Kreislaufsituation, diese war allerdings weniger ausgeprägt. In zwei kleineren Studien an Kindern mit nicht hyerdynamen-septischen Schock führte die Gabe von Milrinon zu einer Erhöhung des CI, SVI und DO2 während der SVRI signifikant abnahm. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Einige wenige RCTs im Kindesalter deuten darauf hin, dass Milrinon zu einer Verbesserung und Optimierung der Kreislaufsituation nach herzchirurgischen Eingriffen und beim nicht-hyperdynamen septischen Schock führt. Um eine genauere Einschätzung des Potenzials vom Milrinon zu erreichen, sind weitere, größere RCTs im Kindesalter erforderlich.

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