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Kardiologie 19. April 2011

Jäten, sähen

und mähen

Langfristiger Schutz vor Herzinfarkt.

Im Frühling bietet sich die Chance, etwas für die Herzgesundheit zu tun. Denn Gartenarbeit, so vermeldet jetzt eine Kardiologenteam aus Japan, wirkt kardioprotektiv.

Regelmäßiges Jäten, Sähen und Mähen verbessert die endotheliale Funktion in den Koronarien. Darüber hinaus senkt die Gartenarbeit im Laufe von über vier Jahren das Risiko für schwere kardiovaskuläre Komplikationen signifikant um 15 Prozent.

Die Studienautoren hatten bei 111 Patienten, die wegen Angina oder anormaler nicht invasiver Herzbefunde einer Herzkatheter-Untersuchung unterzogen wurden, mit Hilfe einer Doppler-Flussbestimmung die Endothel-Funktion der Koronararterien untersucht. 82 der Patienten gärtnerten regelmäßig, 29 taten dies nicht. Obgleich sich die Patienten bezüglich anderer kardiovaskulärer Risikofaktoren nicht unterschieden, erwies sich das Koronarendothel der Gartenfreunde als signifikant geschmeidiger in Bezug auf die Blutflussaugmentation nach Vasodilatationsreiz. Ihre Chance, die nächsten vier Jahre ohne Herzattacken oder Schlaganfälle zu überleben, war signifikant größer. Gartenarbeit erwies sich als der einzige Prädiktor künftiger Koronarkomplikationen.

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