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Kardiologie 6. April 2011

Flimmerndes Herz

Minimal-invasive Katheter-Ablation – eine vielversprechende Behandlungsoption.

Bereits zum zehnten Mal trafen sich am 24. und 25. März in Wien rund 500 führende Wissenschaftler aus ganz Europa beim AFib- Symposium, um über die neuesten Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern zu diskutieren. Mit der minimal-invasiven Katheter-Ablation, die laut Studienergebnissen innerhalb kurzer Zeit zu einer Verbesserung des Gesundheitszustandes führen kann, steht eine vielversprechende Behandlungsoption zur Verfügung.

 

Vorhofflimmern wird als Krankheit nicht immer rechtzeitig diagnostiziert, weil das Wissen um das Krankheitsbild und seine Folgen eingeschränkt ist oder fehlt. Herzstolpern, Kurzatmigkeit, Benommenheit, Brustschmerzen, chronische Müdigkeit oder ein konstant niedriger Energiepegel werden oft lediglich als Stressfaktoren abgetan. Dabei ist Vorhofflimmern gut zu behandeln und vielen Schlaganfällen könnte so vorgebeugt werden.

Steigende Erfolgsraten bei Katheter-Ablation

„Um die Behandlung von Vorhofflimmern zu verbessern, um Komplikationen zu vermeiden und unseren Patienten die Rückkehr ins normale Leben zu ermöglichen, ist die Entwicklung innovativer Therapiemöglichkeiten dringend notwendig. In letzter Zeit wurde die zunehmende Bedeutung der Katheter-Ablation, die in der Praxis laufend steigende Erfolgsraten liefert, als Behandlungsmöglichkeit betont“, sagte Prof. Heinz Gössinger, Leiter der Rhythmus-Ambulanz an der Universitätsklinik für Innere Medizin II in Wien.

Ziel der Katheter-Ablation ist es, den normalen Sinusrhythmus des Herzens wiederherzustellen oder zu stabilisieren und die mit Vorhofflimmern in Verbindung stehenden Symptome zu lindern. Dabei wird ein Katheter durch das periphere Gefäßsystem zum Herzen geleitet und in dieses eingeführt. Über den Katheter wird hochfrequenter Wechselstrom zu denjenigen Bereichen des Herzmuskels geleitet, die den abnormalen Herzrhythmus verursachen. Die zugeführte Energie eliminiert oder isoliert dauerhaft die Bereiche im Herzgewebe, die als Ursache des Vorhofflimmerns identifiziert wurden.

Das „10th Atrial Fibrillation Symposium“ beschäftigte sich mit den neuesten Entwicklungen der Forschung, Trends und Techniken zu Behandlungsmöglichkeiten von Vorhofflimmern, vor allem in Bezug auf die minimal-invasive Katheter-Ablationstherapie. Insbesondere diese Therapieform kann zu einer wesentlichen Verbesserung des Krankheitsbildes und in Einzelfällen sogar zur Remission führen. Laut der vom Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichten Zahlen weisen Patienten, die sich einer Katheter-Ablation unterzogen, signifikant weniger Symptome des Vorhofflimmerns auf und genießen eine erheblich gesteigerte Lebensqualität nach 3 Monaten. In den vergangenen Jahren konnten sich europaweit bereits 35.000 Menschen der Behandlung unterziehen und so ihre Lebensqualität erheblich verbessern. Das Symposium wurde von Biosense Webster unterstützt.

PR Johnson & Johnson Medical /FH, Ärzte Woche 14 /2011

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