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Foto: ©iStockphoto.com/matteo69
Luftverschmutzung ist ein erhebliche Ursache für koronare Ereignisse, vergleichbar mit akuter körperlicher Überanstrengung oder üppigen Mahlzeiten.
 
Kardiologie 23. März 2011

Dicke Luft schadet dem Herz

Luftverschmutzung ist eine der Hauptursachen für Herzinfarkte.

Ein wesentlicher Anteil der Herzinfarkte geht zu Lasten der Luftverschmutzung. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des mit der Universität Basel assoziierten Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts. Diese Forschungsergebnisse sind im renommierten Fachmagazins The Lancet veröffentlicht worden.

 

Herzinfarkte werden ausgelöst, indem sich in den Gefäßen vorhandene atherosklerotische Verkalkungen ablösen und die Blutversorgung des Herzens teilweise verschließen. Dieses potenziell lebensgefährliche Ereignis der koronaren Herzerkrankung ist in vielen westlichen und industrialisierten Ländern eine der häufigsten Todesursachen.

Forscherinnen und Forscher am Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut in Basel (Departement Epidemiologie und Public Health) haben zusammen mit Kollegen in Belgien den Beitrag verschiedener bekannter Ursachen von Herzinfarktereignissen analysiert und miteinander verglichen – mit dem Resultat, dass der Beitrag des Straßenverkehrs und die Belastung durch Luftverschmutzung erheblich sind. Ihr Anteil ist vergleichbar mit anderen zentralen Ursachen koronarer Ereignisse wie akute körperliche Überanstrengung, üppige Mahlzeiten oder Ärger.

Die Studie unterstreicht den Willen bzw. die Wichtigkeit und den potentiellen Nutzen von politischen Maßnahmen, die Luftverschmutzung zu verringern, um Herzinfarkte zu verhindern. Die Forschenden weisen darauf hin, dass das Ausmaß der Folgen von Luftverschmutzung insbesondere in den sehr stark verschmutzten städtischen Regionen von Entwicklungs- und Schwellenländern von wachsender Bedeutung ist. Die Zunahme an koronaren Herzerkrankungen geht hier einher mit der starken Luftverschmutzung.

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