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Kardiologie 1. November 2010

Endo- und epikardiale Katheterablation in der Behandlung ventrikulärer Tachykardien: Bedeutung der Substratmodifikation

Ventrikuläre Tachykardien (VTs) sind aufgrund ihrer hämodynamischen Auswirkungen sowie fehlender Induzierbarkeit mittels konventioneller Katheterablationstechniken teilweise nur schwer zu behandeln. Neue elektroanatomische Mappingverfahren ermöglichen die Behandlung betroffener Patienten im Sinusrhythmus. Ziel dieser Untersuchung war es, unsere eigene Erfahrung in der Modifikation des arrhythmogenen Substrats von VTs mittels endo- und epikardialer Techniken zu charakterisieren. Ausgewertet wurden die Daten von 40 konsekutiven Patienten mit Indikation zu einer katheterinterventionellen Behandlung ventrikulärer Tachyarrhythmien. Die Lokalisation der Zielregion erfolgte in Abhängigkeit der Induzierbarkeit der VTs mittels Pace-, Aktivierungs-, Entrainment- bzw. Substratmapping. Bei 38 der 40 Patienten konnten im Rahmen von 43 Prozeduren alle klinisch relevanten der insgesamt 56 dokumentierten VT-Morphologien abladiert werden. Es handelte sich bei 20 Patienten um rechtsventrikuläre (RV) Tachykardien und bei 20 Patienten um linksventrikuläre (LV) Tachykardien. Bei 3 Patienten war eine transthorakale epikardiale Ablation notwendig (n = 1:RVVT; n = 2:LVVT). Bei 4 der 14 Patienten mit implantierbarem Cardioverter-Defibrillator mit mehrfachen Schockabgaben in der Vorgeschichte kam es während der Nachbebachtungszeit erneut zu antitachykarden Therapien des Aggregates (n = 2:Schock; n = 2:Antitachykardes Pacing). Die systematische Kombination verschiedener Mappingverfahren ermöglicht die erfolgreiche Behandlung ventrikulärer Tachykardien mittels Katheterablation.

Christian Meyer, Martin Martinek, Said Hassanein, Siegmund Winter, Josef Aichinger, Hans-Joachim Nesser, Josef Kautzner, Helmut Pürerfellner, Wiener Medizinische Wochenschrift 19/20/2010

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