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Kardiologie 6. Oktober 2010

Zu viel Kümmern macht Angst

Forscher untersuchten bei Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern den Zusammenhang zwischen übermäßiger Fürsorge der Eltern und Angstzuständen.

An 192 Erwachsenen beurteilten Forscher die Schwere des Herzfehlers, das Ausmaß der Angstzustände und die als Kind wahrgenommene übermäßige Fürsorge der Eltern (Einmischung, überzogene Kontakte, Infantilisierung, Behinderung der Unabhängigkeit). Ängste standen in engem Zusammenhang mit übermäßiger Fürsorge. Die Schwere der Erkrankung spielte bei der Entwicklung von Ängsten eine Rolle, das Maß der Fürsorge hing jedoch nicht von der Schwere der Erkrankung ab. Die Autoren glauben, dass die Patienten „gelernt“ haben, herzbedingte Empfindungen negativ zu deuten und Vermeidungshaltungen und Angst zu entwickeln. Wenn Eltern und Kinder schon früh Handlungsrichtlinien bekämen, könnte dies die Eigenständigkeit der Patienten als Jugendliche oder Erwachsene fördern.

Quelle: Ong, L. et al.: International Journal of Behavioral Medicine 2010; doi:10.1007/s12529-010-9112-y

Springer.com/PH, Ärzte Woche 40 /2010

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