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Kardiologie 1. Juli 2010

Patienten mit koronarer Herzerkrankung leiden häufig unter Schlafapnoe

Schlafapnoe hat eine prognostisch ungünstige Bedeutung für Herzpatienten. Wir schlossen 257 konsekutive Patienten mit erhaltener linksventrikulärer Pumpfunktion und angiographisch gesicherter koronarer Herzerkrankung (KHK) in unsere Studie ein. Alle Patienten erhielten eine kardiorespiratorische Polygraphie. Bei 251 Patienten wurde hochsensitives C-reaktives Protein (hsCRP) und Fibrinogen bestimmt. 188 Patienten demonstrierten eine Schlafapnoe (Apnoe-Hypopnoe-Index [AHI] 16,4±1,9/h): 58 Patienten präsentierten eine zentrale (CSA) und 130 Patienten eine obstruktive Schlafapnoe (OSA). Alle Schlafapnoeiker (73 %) zeigten höhere Fibrinogenspiegel als die Patienten ohne Schlafapnoe (p = 0,01). Wir fanden 197 Patienten mit CRP-Werten unter einem cut-off von 0,5 mg/dl (Gruppe 1) und 54 Patienten ohne aktive Infektion, aber mit CRP-Werten >0,5 mg/dl (Gruppe 2). Die Gruppe 2 wies eine deutlich schwerere Schlafapnoe auf (p = 0,01). Schlafapnoe hatte eine hohe Prävalenz bei unseren KHK-Patienten und scheint mit chronischer Inflammation assoziiert zu sein, die wiederum eine Progression der KHK oder akute koronare Ereignisse triggern könnte.

Christian Prinz, Thomas Bitter, Cornelia Piper, Dieter Horstkotte, Lothar Faber, Olaf Oldenburg, Wiener Medizinische Wochenschrift 13/14/2010

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