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Herzinsuffizienz: Vom Symptom zum Therapie-Erfolg (Edition Ärzte Woche) Weber, Heinz 211 Seiten, € 24,95 Springer Wien, 2008 ISBN 978-3-211-72020-2
 
Kardiologie 22. Juni 2010

Wissen ums Herz

Die neue Österreichische Herzstiftung soll die Forschung in Österreich langfristig sichern.

Die Zunahme der Lebenserwartung ist vor allem auf die Fortschritte der Kardiologie zurückzuführen. Eine gemeinnützige Stiftung soll helfen, unabhängige Forschungsprojekte zu finanzieren.

 

„Die beeindruckenden Fortschritte der modernen Kardiologie tragen maßgeblich zur Verlängerung unserer Lebenserwartung bei. Ein Beispiel: Zwischen 1980 und 2002 betrug die Zunahme der Lebenserwartung bei Männern 5,75 Jahre. Den wichtigsten Beitrag dazu leistet die sinkende Sterblichkeit bei Krankheiten des Kreislaufsystems, die für 2,62 Jahre der gewonnenen Lebenserwartung verantwortlich ist“, so Prof. DDr. Robert Gasser, Klinische Abteilung für Kardiologie, Medizinische Universität Graz, anlässlich der Jahrestagung 2010 der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft vom 2. bis 5. Juni in Salzburg.

Gasser erklärte: „Zum Vergleich: Die Zunahme der Lebenserwartung aufgrund der zurückgegangenen Sterblichkeit bei Krebs beträgt nur 0,6 Jahre. Bei Infektionen, wobei hier HIV eine maßgebliche Rolle spielt, trägt der Rückgang der Sterblichkeit zur Erhöhung der Lebenserwartung nur mit 0,03 Jahren bei.“ Diese Zahlen aus Deutschland (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Kardiologie; Deutsches Statistisches Bundesamt (2007); Weiland et al.. Deutsches Ärzteblatt 103:A1072-A1077 (2006)) lassen sich im Wesentlichen auf Österreich übertragen. Gasser: „Dem steht allerdings eine wenig erfreuliche Entwicklung bei der Förderung kardiologischer Forschungsprojekte gegenüber. Die generelle Budgetknappheit macht auch vor der Herz-Forschung nicht halt, und die Finanzierung unabhängiger Forschungsprojekte wird zunehmend schwieriger.“

Spenden von der Steuer absetzbar

Im Jahr 2010 wurde deshalb analog zur Deutschen Herzstiftung eine Österreichische Herzstiftung als gemeinnützige Stiftung gegründet. „Das Ziel der Stiftung ist es, die wissenschaftliche Herzforschung in Österreich langfristig zu sichern. Auch in Zeiten genereller Budgetknappheit soll durch dieses Instrument die Möglichkeit bestehen bleiben, die für viele Menschen lebenswichtige Herzforschung zu unterstützen“, so Gasser. „Durch die Struktur der Stiftung, welche ausschließlich Herzforschung fördern darf, ist es möglich, Spenden jeder Art sowie Verlassenschaften entgegenzunehmen.“ Die Österreichische Herzstiftung ist spendenbegünstigt, das heißt, dass Spenden an die Stiftung von der Steuer absetzbar sind.

 

Information und Bankverbindung: Der Sitz der Stiftung ist an der Medizinischen Universität Wien, 1090 Wien, Währinger Gürtel 18-20. Anfragen und Details gibt es über das Sekretariat der Österreichischen Kardiologischen Gesellschaft: Tel.: 01-40400-4616; E-Mail: .

Spenden für die wissenschaftliche Herzforschung in Österreich bitte an die Österreichische Herzstiftung, Bankverbindung: BACA; BLZ: 12.000; Kontonummer: 50463013138.

 

Quelle: Pressemitteilung B & K – Bettschart & Kofler Medien- und Kommunikationsberatung

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