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Foto: photos.com / Ärzte-Woche-Montage
Ärztinnen und Ärzte verschreiben ihren männlichen Patienten häufiger Präparate für deren koronare Herzkrankheit als weiblichen.
 
Kardiologie 11. Mai 2010

Mehr Medikamente für Männer

Patientinnen erreichen kardiovaskuläre Zielwerte seltener.

Männliche Patienten, die wegen ihrer koronaren Herzkrankheit in Behandlung sind, bekommen mehr Medikamente verschrieben und erreichen häufiger die Zielwerte für Blutdruck und Cholesterin als weibliche. Das Geschlecht der Behandler spielt keine Rolle.

 

Eine deutsche Forschergruppe analysierte anhand der Daten aus dem „Disease Management Programm Nordrhein“, ob das Geschlecht von Arzt oder Patient in der KHK-Therapie die Erreichung von Zielwerten oder die Muster der Medikamentenverschreibung beeinflusst. Mehr männliche als weibliche Patienten erreichten den vorgegebenen Blutdruckwert von 140/90 mm/Hg und den Zielwert beim LDL-Cholesterin von weniger als 100 mmol/dl, und zwar unabhängig davon, ob sie bei einer Ärztin oder einem Arzt in Behandlung waren.

Eine Kombinationstherapie aus Beta-Blockern und ACE-Hemmern gegen Herzinsuffizienz bekamen fast 62 Prozent der Männer verschrieben, bei den Frauen waren es 56,2 (von Ärztinnen) bzw. 52,5 Prozent (von Ärzten). Thrombozytenaggregationshemmer zur Behandlung der Blutverklumpung wurden 83,8 (Ärzte) und 85,6 (Ärztinnen) Prozent der behandelten Männer verschrieben, bei den Frauen waren es 76,3 und 78,7 Prozent.

 

76. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK), Mannheim; Abstract V926.

  • Herr Doctor Nabil Deeb, 11.10.2010 um 23:11:

    „Das kardiorenale Syndrom , die diabetische Nephropathie & ihre Pathomechanismen in unserer Wissensgesellschaft !!!


    The Cardiorenal syndrome, diabetic nephropathy and its pathogenic mechanisms in our knowledge society . !



    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor
    PMI-Registered Doctors'Association
    53140 Bonn / GERMANY



    Das kardiorenale Syndrom & die diabetische Nephropathie :-

    Das kardiorenale Syndrom. Frauen und Herzinsuffizienz & die diabetische Nephropathie :

    Das kardiorenale Syndrom ist eine pathophysiologische Störung von Herz und Niere :

    Niereninsuffizienz bei Herzinsuffizienz :-

    Die Interaktion von Herz- und Niereninsuffizienz ist in der täglichen Praxis ein häufiges und klinisch bedeutsames Problem. Diese Interaktion kann aus kardialer Sicht („The heart tells the kidney what to do“) und aus nephrologischer Sicht („The kidney tells the heart what to do“) betrachtet werden.


    Bei Herzinsuffizienz kommt es zur Niereninsuffizienz . :

    Pathomechanismen :-

    Mit der Entwicklung der Herzinsuffizienz, d. h. Abnahme der kardia-len Auswurfleistung, kommt es zur Abnahme des Herzminutenvolumens und zur Beeinträchtigung der Nierenfunktion. Die Folge ist eine Retention von Flüssigkeit mit einer weiteren Abnahme der kardialen Auswurfleistung, Zunahme der Ödembildung und einer weiteren Abnahme der Nierenfunktion (dop-pelter Circulus vitiosus).

    Die renale Hypoperfusion bei Herzinsuffizienz führt zur Aktivierung der systemischen und renalen Vasokonstriktoren Angiotensin II, Aldosteron, und Endothelin-1.

    Durch Unterfüllung des arteriellen Systems wird über Barorezeptoren das sympathoadrenerge System aktiviert mit konsekutiver Renin- und Vasopressinproduktion. Die Aktivierung von Vasopressoren führt nicht nur zur Aufrechterhaltung des ursprünglichen Blutdrucks, sondern durch afferente Renovasokonstriktion zur Abnahme des renalen Blutflusses, zumal sich bei Herzinsuffizienz zunehmend eine Resistenz gegenüber afferenten Renovasodilatatoren wie z. B. atriales natriureti-sches Peptid entwickelt.

    Die Aktivierung des Renin–Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) und die
    Aktivierung des sympathoadrenergen Systems steigern die Rückresorption von Natrium und Wasser im Bereich des proximalen Tubulus.

    Dadurch nimmt das Natriumangebot im Bereich des distalen Tubulus ab. Natrium- und Wasserretention erhöhen den kardialen Füllungsdruck und aggravieren dadurch das Problem der Herzinsuffizienz. Vasokonstriktoren wie Angiotensin II, Aldosteron und Endothelin-1 sind auch Proliferations- und Wachstumsfaktoren, die nicht nur Organhypertrophie und Fibrose induzieren, sondern auch als proinflammatorische Stimuli den chronischen Entzündungsprozess bei chronischer Herzinsuffizienz unterhalten.

    Mit der Entwicklung der Herzinsuffizienz kommt es zur Niereninsuffizienz u. a. durch die Aktivierung afferenter Renovasokonstriktoren (z. B. Angiotensin II, Endothelin-1, sympathoadrenerges System).

    Diese Vasokonstriktoren sind auch Proliferations-, Wachstums- und Entzündungsfaktoren.

    Durch die Akkumulation von traditionellen und nicht-traditionellen Risikofaktoren bei Niereninsuffizienz nehmen kardiovaskuläre Komplikationen erheblich zu. Renale Gefäßkomplikationen sind häufig mit koronaren Gefäßkomplikationen assoziiert.


    Frauen und Herzinsuffizienz :-

    Die chronische Herzinsuffizienz stellt aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der besseren Therapie der arteriellen Hypertonie und koronaren Herzerkrankung eine Herausforderung für unser Gesundheitssystem dar. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Bezug auf Diagnose und Therapie erschweren das Management zusätzlich. Arterielle Hypertonie und Diabetes mellitus sind die beiden wichtigsten Risikofaktoren für die Entwicklung der chronischen Herzinsuffizienz bei Frauen, wohingegen die koronare Herzerkrankung bei Männern die größere Rolle spielt. Frauen tendieren dazu, eine Herzinsuffizienz eher im fortgeschrittenen Alter und mit einer besser erhaltenen linksventrikulären systolischen Funktion verglichen mit Männern zu entwickeln. Obwohl die Morbidität bei Herzinsuffizienz bei Frauen höher ist, ist die Prognose selbst besser als bei Männern, da Frauen mit chronischer Herzinsuffizienz in der Regel länger überleben. Die aktuellen Empfehlungen der europäischen und amerikanischen Herzgesellschaften (ESC, ACC/AHA) für die Therapie der chronischen Herzinsuffizienz basieren auf großen klinischen Studien, bei denen Frauen stark unterrepräsentiert waren. Deshalb sind geschlechtsspezifische Studien betreffend Herzinsuffizienz erforderlich.


    Diabetische Nephropathie – Therapie :-

    Für Patienten mit diabetischer Nephropathie gelten insbesondere in frühen Stadien die gleichen diätetischen Empfehlungen wie für Diabetiker ohne Nephropathie. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Eiweißzufuhr, die dem Stadium der Niereninsuffizienz und dem Ernährungszustand angepasst werden sollte. Die medikamentöse Therapie des Diabetes erfolgt bei fortgeschrittener Nephropathie meist mit Insulin, da Metformin und Sulfonylharnstoffe (Ausnahme: Gliquidon) kontraindiziert sind.

    Bei Patienten mit Diabetes mellitus wird empfohlen, arterielle Blutdruckwerte unter 135/85 mmHg anzustreben. Insbesondere bei älteren und gefäßkranken Patienten ist eine zu rasche Blutdrucksenkung mit der Gefahr kritischer Ischämien, Sturzgefahr etc. behaftet. Auch ältere Patienten profitieren jedoch eindeutig von einer guten, an den Funktionszustand adaptierten antihypertensiven Therapie. Eine ansteigende Mortalität bei „zu niedrigen Blutdruckkurven” (J-Kurve), scheint es nicht zu geben. Als Mittel der ersten Wahl sind ACE-Hemmer, b-Blocker, Dihydropyridin-Kalziumantagonisten und Diuretika anzusehen.

    Für Typ-1-Diabetiker mit diabetischer Nephropathie konnte ein nephroprotektiver Effekt von ACE-Hemmern gezeigt werden - bei Typ-2-Diabetikern waren die Ergebnisse nicht einheitlich. Die Wertigkeit der ACE-Hemmer als potente Antihypertensiva bleibt jedoch unbestritten. AT1-Rezeptorblocker sind auch bei Niereninsuffizienz noch antihypertensiv und antiproteinurisch wirksam. Sie reduzieren das Fortschreiten der diabetischen Nephropathie. Allerdings gibt es keine Studien, in der AT1-Rezeptorblocker mit ACE-Hemmern verglichen werden. So bleibt die Wahl zwischen beiden Substanzen bis auf weiteres schwierig. Eine Kombination von ACE-Hemmern und AT 1-Rezeptoblocker wird derzeit nicht als Therapie der ersten Wahl empfohlen.


    Reduktion kardiovaskulärer Risikofaktoren :-

    Zu Beginn jeder Therapie, insbesondere bei älteren Menschen, sollten die Therapieziele definiert werden. Nach den Richtlinien der Europäischen Arteriosklerose Gesellschaft sind Diabetiker Hochrisikopatienten. Bei gefäßkranken Diabetiker müssen alle kardiovaskulären Risikofaktoren bestmöglich reduziert werden. Das Risiko stiller myokardialer Ischämien und Infarkte ist bei Diabetikern besonders hoch und wird auf bis zu 30 % geschätzt. Da die Mortalität der Typ-1- und Typ-2-Diabetiker im Wesentlichen durch das kardiovaskuläre Risiko geprägt ist sollten frühzeitig nicht-invasive und invasive Techniken zur Diagnostik der koronaren Herzerkrankung eingesetzt werden. Diabetiker erleiden häufig ein akutes Nierenversagen bei Diagnostik und Therapie von diabetischen Begleitkomplikationen .

    Neben der klassischen Koronarangiographie bietet künftig auch die hochauflösende Magnetresonanztomographie Möglichkeiten zur frühzeitigen Detektion von Stenosen der Koronararterien und damit zur sekundären Prävention. Bestehen keine Kontraindikationen, so sollte bei Diabetikern mit hohem kardiovaskulärem Risiko eine Thrombozytenaggregationshemmung durchgeführt, ein Cholesterin-Synthese-Hemmer verordnet und zu Nikotinverzicht (Raucherentwöhnung) geraten werden. Insbesondere die Intensität der Statintherapie sollte nicht nur von der Höhe des aktuellen Serumcholesterinspiegels abhängig gemacht werden, sondern vielmehr vom kardiovaskulärem Gesamtrisiko des Patienten.

    Zwar ist ein Zusammenhang zwischen erhöhten Cholesterinwerten und Progredienz einer Niereninsuffizienz nicht bewiesen, jedoch ist ein hohes Gesamtcholesterin bei Dialysepatienten auch ein Marker für längeres Überleben. Man geht heute davon aus, dass bei Diabetikern bevorzugt sog. „Small dense LDL-Partikel” akkumulieren, die rasch oxidieren und ein hohes atherogenes Potenzial haben. Die Wertigkeit einer medikamentösen Senkung des Serumcholesterinspiegels bei Patienten mit Typ-1- oder Typ-2-Diabetes für die Progression der Nephropathie ist noch umstritten und derzeit noch Fragestellung größerer Studien (Die Deutsche Diabetes Dialyse Studie 4D, CHORUS, UK-HARP, ESPLANADE).

    Erhöhte Homocysteinwerte sind ebenso wie Lipoprotein A ein unabhängiger kardiovaskulärer Risikofaktor in der Allgemeinbevölkerung und bei Dialysepatienten, bei Diabetikern sind sie jedoch nur schwach mit dem Auftreten einer Nephropathie assoziiert. Die Marker für oxidativen Stress sind im Serum von diabeteskranken Hämodialysepatienten ebenfalls erhöht (Malondialdehyd, oxidiertes LDL, Erythrozytenlguthationperoxidase etc.). Die Bedeutung dieser Befunde ist noch unklar. Erhöhte Fibrinogenspiegel sind ein unabhängiger kardiovaskulärer Risikofaktor bei diabetischen Hämodialyse-Patienten. Eine therapeutische Konsequenz ergibt sich aus diesen Befunden bisher noch nicht.


    Therapie der chronischen Niereninsuffizienz :-

    Auf die Bedeutung eines ausgeglichenen Säure-Basenhaushaltes (Bikarbonatsubstitution), die Senkung erhöhter Phosphatspiegel durch Kalzium- oder Aluminiumsalze, die Behandlung eines sekundären Hyperparathyreoidismus, ggf. durch Kalzium- oder Vitamin D-Substitution, den Ausgleich von Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes und die Anhebung des Hämoglobinwertes auf Werte von 12 g/dl sind wir bereits im Teil Diagnostik eingegangen.

    Harnwegsinfekte treten häufiger bei Diabetikern mit schlechter Stoffwechseleinstellung und Blasenfunktionsstörungen auf. Ein Aufsteigen des Infektes kann zu einer chronischen Entzündung bis hin zu Papillennekrosen führen. Die Diagnostik und Therapie von Blasenentleerungsstörungen sowie Harnwegsinfekten gehört deshalb obligatorisch zur Behandlung von Diabetikern mit Nephropathie.

    Bei fortgeschrittener Niereninsuffizienz sollte die Dialysebehandlung frühzeitig eingeleitet werden, da metabolische Nebenwirkungen der Urämie gegenüber nicht-diabetischen Patienten verstärkt sind. Die Entscheidung für Peritoneal- oder Hämodialyse richtet sich nach der individuellen Situation des Patienten.

    Für Diabetiker mit terminaler Niereninsuffizienz ist die Nierentransplantation bezüglich Morbidität und Mortalität günstiger als die Dialyse. Bei Patienten mit Typ-1-Diabetes kann durch eine Kombinierte Nieren-Pankreastransplantation die Mortalität im Vergleich zur alleinigen Nierentransplantation noch weiter gesenkt werden.

    Die simultane Nieren-Pankreas-Transplantation ist vor allem dann eine Option, wenn gleichzeitig eine schwer einstellbare Stoffwechselsituation oder Komplikationen vorliegen, die eine Verbesserung der Stoffwechsellage erfordern .


    Das kardiorenale Syndrom , die diabetische Nephropathie & ihre Pathomechanismen in unserer Wissensgesellschaft !!!

    The Cardiorenal syndrome, diabetic nephropathy and its pathogenic mechanisms in our knowledge society . !

    Le syndrome cardio-rénal, la néphropathie diabétique et de ses mécanismes pathogènes dans notre société de la connaissance . !

    De kardiorenala syndrom, diabetesnefropati och dess patogena mekanismer i vårt kunskapssamhälle. !

    Den Cardiorenal syndrom, diabetisk nefropati og dens sykdomsfremkallende mekanismer i vårt kunnskapssamfunn . !



    Literatur beim Verfasser



    Mit freundlichen kollegialen Grüßen

    Ihr

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

    Department of Medical Research
    Département de la recherche médicale

    P.O. Box 20 10 53
    53140 Bonn – Bad Godesberg / GERMANY

    &

    Nabil DEEB
    Arzt – Physician – Doctor

    PMI-Ärzteverein e.V.
    Palästinamedico International Ärzteverein – ( P M I ) e.V.
    Palestine Medico International Doctors Association ( P.M.I.) registered association

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