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Kardiologie 21. April 2010

Sauerstoffmangel könnte das Herz schützen

Eine Studie untermauert die Hypothese, dass eine Hypoxie – wie sie bei der Schlafapnoe auftritt – das kardiovaskuläre System älterer Patienten schützt. Die Fähigkeit,

VEGF zu produzieren, variiert von Mensch zu Mensch stark und hat weitreichende Auswirkungen, wie Ergebnisse einer Studie von Lavie et al. mit 611 Teilnehmern von durchschnittlich 70 Jahren enthüllte (Lavie, P. und L.: Journal of Sleep Research 2009; 18 (4): 397-403). Personen, die bei einer Hypoxie eine große Menge des Wachstumsfaktors produzieren konnten, hatten mehr Blutgefäße um ihr Herz herum als Personen, die dazu nicht in der Lage waren. Das dadurch entstehende Blutreservoir könnte laut Forschern dann Schutz vor Herzinfarkt oder anderen ischämischen Ereignissen bieten. Das erklärt möglicherweise, warum ältere Patienten mit moderater Schlafapnoe eine niedrigere Mortalitätsrate im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung aufweisen. Kollegen der Heinrich Heine Universität Düsseldorf untermauerten diese Erkenntnisse nun. Sie sahen, dass Patienten mit Schlafapnoe signifikant mehr Blutgefäße rund um ihr Herz hatten als Patienten ohne Schlafapnoe – obwohl es zwischen den Gruppen keine Unterschiede in Alter, Gewicht, Herzzustand oder Medikation gab.

Quellen:
Lavie, P. und L.: Journal of Sleep Research 2009; 18 (4): 397–403
Steiner,S. et al.: Chest 2010; 137( 3): 516–20; doi: 10.1378/chest.09-1136

springermedizin.de/PH, Ärzte Woche 16 /2010

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