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Kardiologie 1. März 2010

Klinische Erfahrungen mit dem routinemäßigen Einsatz eines kombinierten Mapping- und Ablationskatheters zur Pulmonalvenenisolation bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern

HINTERGRUND: Die Pulmonalvenenisolation (PVI) mittels Katheterablation hat sich zur etablierten Therapie bei Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern (PVF) entwickelt. Es war unser Ziel, die aufwendige interventionelle Prozedur der PVI durch die alleinige Verwendung eines neuen multipolaren Mapping- und Ablationskatheters bei geeigneten Patienten zu vereinfachen.

METHODEN: Bei 64 Patienten mit PVF wurde vor der Durchführung einer PVI die anatomische Eignung zur vereinfachten Katheterablation mit dem High Density Mesh Ablator Catheter (MESH) mittels kardialer Computertomographie evaluiert. Eine PVI mittels MESH wurde schließlich bei 38 Patienten, welche die Voraussetzung von 4 unabhängig voneinander mündenden Pulmonalvenen mit einem ostialen Durchmesser von 15 – 25 mm erfüllten, durchgeführt. Die restlichen 26 Patienten dienten als Kontrollgruppe und wurden mit einem konventionellen Ablationskatheter unter zusätzlicher Verwendung eines zirkulären Mapping-Katheters und eines 3D-Mapping Systems abladiert.

ERGEBNIS: Bei allen 38 Patienten konnte mit dem MESH in allen 4 Pulmonalvenen ein Mapping durchgeführt werden. Eine PVI wurde bei 142/148 (96 %) der Pulmonalvenen mit nachgewiesenen Potentialen erzielt. In der Kontrollgruppe konnten 100/105 (95 %) der Pulmonalvenen mit nachgewiesenen Potentialen isoliert werden. Die klinischen Ergebnisse nach 6 Monaten wiesen zwischen den beiden Gruppen keine signifikanten Unterschiede auf.

SCHLUSSFOLGERUNG: Bei geeigneten Patienten kann mit dem routinemäßigen Einsatz des MESH bei reduzierter Komplexität der Prozedur eine PVI mit hoher akuter Erfolgsrate durchgeführt werden. Ob sich diese vereinfachte Ablationstechnik durchsetzen wird, hängt jedoch von den klinischen Ergebnissen einer Langzeit-Nachsorge ab.

Clemens Steinwender, Simon Hönig, Franz Leisch, Robert Hofmann, Wiener klinische Wochenschrift 5/6/2010

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