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Kardiologie 23. März 2010

Neue Daten zur Katheterablation bei Vorhofflimmern

In einer kleinen Pilotstudie blieben Patienten tendenziell länger symptomfrei als mit Medikamenten.

Für die CABANA-Studie werden weltweit 3.000 Probanden rekrutiert, die randomisiert eine Ablationsbehandlung oder eine frequenz- oder rhythmuskontrollierende Therapie erhalten. Das Ziel wird sein, die Gesamtmortalität zu untersuchen. Eine Pilotstudie dazu mit 60 Patienten wurde am ACC-Kongress in Atlanta, USA, vorgestellt.

 

Anlass für die Studie war die Tatsache, dass rund die Hälfte der Patienten nicht auf medikamentöse Rhythmuskontrolle anspricht und die Arznei teilweise schwere Nebenwirkungen hervorruft.

60 Patienten mit Vorhofflimmern, von denen zwei Drittel eine persistierende Arrhythmie hatten, wurden untersucht. Geachtet wurde hierbei darauf, mit welcher Therapie sich das Wiederauftreten der Arrhythmie länger aufschieben ließ.

Komorbiditäten

80 Prozent dieser Patienten litten unter Bluthochdruck, 18 Prozent hatten Diabetes, 35 Prozent eine koronare Herzkrankheit und 36 Prozent hatten eine milde bis mittlere Herzinsuffizienz. Bei 48 Prozent war bereits eine linksatriale Vergrößerung feststellbar. Fast ein Drittel der Probanden hatten früher bereits Medikamente zur Rhythmuskontrolle erhalten.

Die Patienten wurden randomisiert auf eine Medikamentengruppe und eine Katheterablationsgruppe aufgeteilt. 87 Prozent der Medikamentengruppe erhielten Mittel zur Rhythmuskontrolle, während bei den restlichen 13 Prozent die Herzfrequenz medikamentös kontrolliert wurde.

Die Katheterablation erwies sich effektiver als die medikamentöse Therapie hinsichtlich der Prävention von wiederkehrendem symptomatischem Vorhofflimmern. Allerdings war der Behandlungserfolg bei diesen Patienten, die teilweise unter persistierendem Vorhofflimmern litten, geringer, als dies in anderen randomisierten klinischen Studien berichtet wurde.

Probleme der Pilotstudie

13 Prozent der Probanden aus der Medikamentengruppe wechselten in den Katheterablationsarm über. 21 Prozent der Ablationspatienten benötigten eine oder mehrere weitere Ablationsbehandlungen. Da die Ablationstherapie immer häufiger angewendet wird, werden die Ergebnisse der groß angelegten Untersuchung mit Spannung erwartet. Im Gegensatz zu der vorgestellten Pilotstudie, die eine Follow-up-Zeit von einem Jahr verfolgte, wird die Nachbeobachtung in der Hauptstudie durchschnittlich dreieinhalb Jahre dauern.

Packer, D.: Catheter Ablation vs. Antiarrhythmic Drug Therapy for Atrial Fibrillation: First Results of the CABANA Pilot Study

ACC-Kongress 2010 des American College of Cardiology, Atlanta, USA, 14. bis 16. März 2010

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