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Kardiologie 20. November 2008

Homocysteinsenkung bei KHK bringt nichts

Folsäure und Vitamin B12 trotzdem entlastet.

Die Einnahme von Folsäure und Vitamin B12 zur Sekundärprävention von kardiovaskulären Ereignissen, scheint laut neuen Erkenntnissen sinnlos zu sein.

Auch in der bisher größten Langzeitstudie, mithilfe einer Homocystein-Senkung mit Folsäure und Vitamin B12 vor erneuten Infarkten zu schützen, wurde die Wirksamkeit nicht belegt. Nach ähnlichen Ergebnissen in sechs vorangegangenen Studien hat auch die beim Kongress der American Heart Association (AHA) in New Orleans präsentierte SEARCH-Studie die sogenannte Homocystein-Hypothese nicht untermauert. Diese Theorie besagt, dass eine Senkung der Homocystein-Spiegel, deren Höhe nachweislich direkt mit dem kardiovaskulären Risiko korreliert, in eine Reduktion von Herz-Kreislauf-Erkrankungen mündet.

In SEARCH wurden insgesamt 12.064 Postinfarkt-Patienten im Schnitt fast sieben Jahre lang mit 2 mg Folsäure und 1 mg Vitamin B12 pro Tag oder Placebo behandelt. Genutzt hat es nichts: Am Ende war die Zahl der schwerwiegenden kardiovaskulären Zweitereignisse (Koronartod, Myokardinfarkt, Schlaganfall) mit 1.537 (Folsäure/Vitamin B12) und 1.493 (Placebo) in beiden Gruppen nicht signifikant unterschiedlich.

Positiv bewerteten die Studienautoren aber, dass die Studie zeige, dass die Langzeitsupplementierung von Folsäure und Vitamin B12 keine Risiken beinhaltete und besonders das Krebsrisiko nicht erhöhte.

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