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Kardiologie 1. November 2009

Vorhofflimmern ist eine unabhängige Determinante erhöhter NT-proBNP Werte bei Patienten mit Herzinsuffizienz

HINTERGRUND UND FRAGESTELLUNG: Das N-terminale pro-B-Typ natriuretische Peptid (NT-proBNP) wird zunehmend sowohl in der Diagnostik als auch bei der prognostischen Einschätzung von Herzinsuffizienz verwendet. Allerdings ist der Einfluss des Vorhofflimmerns auf die NT-proBNP-Werte noch unklar. Deshalb haben wir den Einfluss von Vorhofflimmern auf die NT-proBNP Werte bei Patienten mit Herzinsuffizienzsymptomatik analysiert. PATIENTEN UND METHODIK: Zufällig ausgewählte Patienten (n = 306), die in die Ambulanz für Herzinsuffizienz der Universitätsklinik Ljubljana aufgrund von Symptome und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz eingewiesen wurden, wurden klinisch und elektrokardiographisch untersucht. Außerdem wurde bei jedem Patienten das NT-proBNP bestimmt (durch Einsatz einer "Sandwich chemiluminescent immunoassay" Methode mit zwei Antikörpern auf dem Elecsys Analysator). ERGEBNISSE: Vorhofflimmern war sowohl bei den Patienten mit (mediane Konzentration 1944 vs. 1390 pg/mL) als auch ohne strukturelle Herzkrankheit (1093 vs. 172 pg/ml) (p < 0,001) mit höheren Werten von NT-proBNP assoziiert. Vorhofflimmern blieb sogar unter Berücksichtigung möglicher Störfaktoren wie linksventrikuläre Pumpfunktion, end-diastolischer Durchmesser, Durchmesser des linken Vorhofes, Vorliegen einer Mitralinsuffizienz, Alter, Geschlecht, NYHA-Stadium bzw. Herzfrequenz eine unabhängige Determinante der NT-proBNP Werte (Propensity Score der linearen Regressionsanalyse: p = 0.023). SCHLUSSFOLGERUNG: Das Vorhofflimmern ist eine unabhängige Determinante von erhöhten NT-proBNP Werten. Diese Assoziation sollte immer in Betracht gezogen werden, wenn NT-proBNP Werte in der Diagnostik von Herzinsuffizienz bei Patienten mit Vorhofflimmern herangezogen werden.

Borut Jug, Miran Šebeštjen, Mišo Šabovič, Maja Pohar, Irena Keber, Wiener klinische Wochenschrift 21/22/2009

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