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Kardiologie 1. November 2009

Behandlung von inadäquaten Sinustachykardien mit Ivabradin

HINTERGRUND: Inadäquate Sinustachykardien werden zumeist mit β-Blockern behandelt. Bei therapieresistenten Fällen wurde auch eine nicht-pharmakologische Behandlung versucht. Kürzlich haben Fallberichte bei manchen Patienten ein gutes Ansprechen auf Ivabradin gezeigt. METHODEN: Bei 13 Patienten (davon 11 Frauen) im Alter 27 bis 66 Jahren (MW: 42 ± 8) wurden inadäquate Sinustachykardien mit Ivabradin in einer Dosierung von 15 mg/Tag behandelt. ERGEBNISSE: Bei 12 Patienten (deren Vortherapie abgesetzt werden konnte oder die die vorher verordneten Medikamente nicht einnahmen) sank die mittlere Tagesfrequenz von 94,0 ± 10,0 auf 74,6 ± 5,2 Schläge/min (MW ± SD). Bei 10 Patienten, bei denen wir verlässlich die höchste und niedrigste Tagesherzfrequenz erheben konnten, sanken die höchsten Frequenzen von 150,3 ± 13,4 auf 120,6 ± 9,8 und die niedrigsten von 66,7 ± 9,6 auf 54,8 ± 6,9. Alle Unterschiede waren statistisch signifikant (p < 0,001). Prozentuell korrelierte die Reduktion der Herzfrequenz mit der intialen Herzfrequenz (p < 0,005). Bei einer Patientin, die seit mehr als 10 Jahren mit 300 mg Metoprolol/Tag behandelt wurde und die trotzdem eine Ruhefrequenz von 106/min aufwies wurde hinterher ohne Zwischenpause 15 mg Ivabradin/Tag verabreicht, was zu einer Verminderung von 4 Schlägen/min führte. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass Patienten mit inadäquaten Sinustachykardien erfolgreich mit Ivabradin behandelt werden können.

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