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Kardiologie 24. November 2009

Lebensqualität durch Eisenmangeltherapie

An der Charité in Berlin wurde die Behandlung der Herzinsuffizienz untersucht.

Die Behandlung eines Eisenmangels mit intravenöser Eisen-Carboxymaltose, 24 Wochen lang, verbessert signifikant die Symptome, die funktionelle Kapazität und auch die Lebensqualität von Klasse II und III Herzinsuffizienz-Patienten – und zwar bei guter Verträglichkeit und unabhängig davon, ob eine Anämie diagnostiziert wurde.

Dies berichtet Prof. Dr. Stefan D. Anker von der Abteilung für Kardiologie an der Charité Berlin, Hauptautor der FAIR-HF-Studie (Ferinject® Assessment in patients with IRon deficiency and chronic Heart Failure).

Insgesamt 459 Patienten mit Eisenmangel waren in die Studie eingeschlossen, hauptsächlich in Europa und Argentinien. Zwei Drittel der Teilnehmer wurden auf eine wöchentliche i.v. Eiseninjektion randomisiert, die bis zur Aufhebung des Eisenmangels weitergeführt wurde; darauffolgend wurden monatliche Behandlungen durchgeführt. Das andere Patientendrittel erhielt ein Placebo.

Bei beiden primären Endpunkten wurden Verbesserungen beobachtet, sowohl bei der selbst-berichteten Patient Global Asessment (PGA) Score (P<0,0001) als auch bei der NYHA Klasse (P<0,0001).

„Der Eisenmangel selbst ist also ein wichtiges therapeutisches Ziel bei Herzinsuffizienz-Patienten, und zwar unabhängig von der Anwesenheit einer Anämie“, betont Anker.

 

AHA/LUH/PH, Ärzte Woche 48 /2009

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