zur Navigation zum Inhalt
 
Kardiologie 1. Oktober 2009

Perioperative Problematik: Stentthrombose

Die stetig zunehmende Zahl an perkutanen Koronarinterventionen und die damit verbundene obligatorische und langdauernde duale Antiplättchentherapie ließen in den letzten Jahren mehrere Berichte über schwerwiegende Komplikationen erscheinen, wenn sich solche Patienten operativen Eingriffen unterzogen. Diese Komplikationen lassen sich in 2 Gruppen unterteilen: erneute Koronarischämie/Myokardinfarkt durch akuten Stentverschluss/Stentthrombose bzw. verstärkter Blutverlust. Das Risiko der Stentthrombose ist höher im Vergleich zur Blutung. Dieser Artikel beleuchtet die perioperative Problematik am Beispiel eines gut dokumentierten Fallberichtes und der aktuellen Evidenz. Folgende Empfehlungen werden davon abgeleitet: alle elektiven Eingriffe sollen erst durchgeführt werden, wenn die duale Antiplättchentherapie vollständig durchgeführt wurde. Bei dringlichen und planbaren Eingriffen soll interdisziplinär ein maßgeschneidertes Vorgehen gewählt werden. Wenn Clopidogrel abgesetzt wird, soll Aspirin weitergegeben werden. Penible chirurgische Blutstillung ist unumgänglich. Ist eine Operation innerhalb von 12 Monaten geplant, sollen unbeschichtete Stents implantiert werden.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben