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Kardiologie 6. Oktober 2009

Vorhofflimmern: Immer noch viele Todesfälle

Trotz der großen Fortschritte, die in den vergangenen Jahren in der Therapie des Vorhofflimmerns gemacht wurden, verstirbt noch immer eine beachtliche Zahl an Menschen an den Komplikationen dieser Erkrankung. Beim Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentierte Prof. Michael Oeff (Brandenburg/Havel) eine Studie des deutschen Kompetenznetz Vorhofflimmern (AFNET), die zeigt, wie wenig die Sterblichkeitsrate in den letzten Jahren gesenkt werden konnte.

Bei den bisher analysierten 498 Todesfällen stellten die Experten bei immerhin elf Prozent einen Zusammenhang mit Vorhofflimmern oder seiner Behandlung fest. Dies betraf insbesondere Schlaganfälle, akutes Herzversagen, Blutungen oder periphere Embolien. Zu den Therapie-assoziierten Komplikationen gehörten unter anderem Schlaganfall während der Ablation, Perforation während der Schrittmacherimplantation, Funktionsstörungen des Schrittmachers oder massive Blutungen aufgrund von blutverdünnenden Medikamenten.

 

Quelle: Oeff et al.: Death and atrial fibrillation – Interim analysis of fatalities within the registry of the German Competence Network on Atrial Fibrillation (AFNET); ESC 2009 Abstract No 3651.

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