zur Navigation zum Inhalt
Foto: pixelio.de / knipseline
Viele gesundheitlichen Vorteile des Ausdauertrainings sind hinlänglich bekannt – daher Bewegung statt Schonung!
 
Kardiologie 22. September 2009

Training hilft bei Herzschwäche

Durch gezieltes Ausdauertraining lässt sich die Leistungsfähigkeit von Patienten mit Herzinsuffizienz in jedem Alter verbessern.

Nach vierwöchigem Training zeigte sich ein deutlicher Rückgang von Entzündungsfaktoren bei Patienten jeden Alters.

 

Zwei wichtige Ergebnisse einer Untersuchung, an der 60 Patienten mit Herzschwäche und 60 gesunde Personen teilnahmen: Bei herzinsuffizienten Patienten hat das Alter keinen Einfluss auf die Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit, jüngere wie ältere Betroffene haben eine gleichermaßen reduzierte Sauerstoffaufnahme. Wenn sie aber ein körperliches Training durchführen, dann profitieren auch alle Altersgruppen gleichermaßen – bei älteren wie jüngeren Patienten führte eine trainingsbasierte Rehabilitation zu einer Verbesserung der Sauerstoffaufnahme um rund ein Viertel.

Das systematische Training dürfte dabei auch auf bisher nicht bekannte Weise positiv auf die Herzinsuffizienz wirken, wie eine Leipziger Forschergruppe um Dr. Stephan Gielen zeigen konnte. Untersucht wurden die Entzündungsprozesse bei Herzinsuffizienz, die unter anderem für den Verlust an Muskelmasse verantwortlich sind. Nach vierwöchigem Training zeigte sich ein deutlicher Rückgang von Entzündungsfaktoren wie etwa TNF-alpha. Parallel dazu nahm die gemessene Kraftausdauer altersunabhängig um 44 bis 47 Prozent zu. „Ein intensives Training führt also auch zu einer Verbesserung der Muskelkraft, durch die Trainingseffekte wurde ein weiterer Muskelschwund vermieden“, so Gielen.

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben