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Foto: PhotoDisc
 
Kardiologie 22. September 2009

Stent versus Bypass

Studie: Beide Optionen sind bei Verengung der Koronararterien gleichwertig, aber bei Stents gibt es weniger Komplikationen.

Statt ein verengtes Herzkranzgefäß durch Neuverlegung einer Arterie zu umgehen, lässt sich die Engstelle auch mit einem Katheter aufdehnen und dann mit einem Stent offen halten. Laut einer deutschen Studie sind die Ergebnisse beider Methoden annähernd äquivalent.

 

Nach einem zwölfmonatigen Beobachtungszeitraum waren die Ergebnisse einer Implantation von medikamentenbeschichteten Stents und einer minimal-invasiven Bypass-Operation gleichwertig in Bezug auf die Verbesserung der Symptome und das Auftreten von kardialen Zwischenfällen. Bei der Komplikationsrate schneiden die beschichteten Metallröhrchen besser ab, berichteten Prof. Dr. Holger Thiele vom Herzzentrum der Universität Leipzig und sein Team. Sie führten bei insgesamt 130 Patienten mit stark verengten Koronararterien entweder eine Katheterintervention mit Implantation eines medikamentenbeschichteten Stents oder eine minimalinvasive Bypass-Operation durch. Die Behandlungsergebnisse wurden hinsichtlich der Häufigkeit von schwerwiegenden Zwischenfällen wie Herztod, Herzinfarkt oder der Notwendigkeit einer neuerlichen Gefäßdehnung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Eingriff verglichen. Die Komplikationsraten lagen in beiden Gruppen bei 7,7 Prozent, wobei Stent-Patienten jedoch weniger Komplikationen erlitten. Die Implantation medikamentenbeschichteter Stents sollte daher bei einem Großteil der Patienten die bevorzugte Reperfusionsmethode sein, so die deutschen Forscher.

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