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Kardiologie 1. Juli 2009

Hypothese: Neurogen-induzierte linksventrikuläre Funktionsstörung und neurogenes Lungenödem

GRUNDLAGEN: Das Auftreten kardiovaskulärer Funktionsstörungen kann durch eine akute Störung des zentralen autonomen Nervensystems verursacht werden. Die Inselregion, der laterale Hypothalamus sowie der Hirnstamm stellen wichtige Schaltzentralen innerhalb des zentralen autonomen Netzwerkes dar. Der Hirnstamm spielt eine entscheidende Rolle in der Kontrolle und Regulation des Funktionszustandes des autonomen Nervensystems. PATIENTEN UND METHODIK: Fallberichte. ERGEBNISSE: Unsere beiden Fallberichte zeigen die innigen Verbindungen zwischen dem kardiovaskulären und pulmonalen System einerseits und dem zentralen Nervensystem andererseits. Bei einem 13-jährigen Mädchen mit einer okkzipital lokalisierten zerebralen Angiomatose kam es nach einer Blutung im Bereich der Pons zum plötzlichen Einsetzen einer hochgradigen linksventrikulären Funktionseinschränkung mit konsekutivem Lungenödem. Ein 5-jähriges Mädchen entwickelte ein neurogen-induziertes Lungenödem im Rahmen eines Status epilepticus. SCHLUSSFOLGERUNGEN: Diese beiden Kasuistiken deuten darauf hin, dass eine zentral ausgelöste linksventrikuläre Funktionsstörung und das neurogen-induzierte Lungenödem keine separaten Krankheitsentitäten sind, sondern möglicherweise zwei verschiedene Erscheinungsformen einer zentral ausgelösten Funktionsstörung des autonomen Nervensystems darstellen.

Sascha Meyer, Angelika Lindinger, Günther Löffler, Hans-Gerhard Limbach, Mohammed G. Shamdeen, Sven Gottschling, Wolfgang Reith, Ludwig Gortner, Wiener Medizinische Wochenschrift 13/14/2009

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