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Impfen 14. Mai 2015

Mehr Schutz als gedacht

Die Masern-Impfung schützt vermutlich indirekt auch jahrelang vor anderen Erkrankungen. Darauf weist ein Datenvergleich zur Kindersterblichkeit vor und nach der Impfeinführung hin.

Mit der vor rund 50 Jahren eingeführten Masern-Impfung kam es sogar zu einer erhöhten Abnahme der Kindersterblichkeit als zuvor erwartet. Mit der Verhinderung von Masern-Infektionen allein ließ sich dies aber nicht erklären. Studien hätten dann gezeigt, dass das Virus das Immunsystem langfristig schwächt, erklären die Forscher der US-Universität Princeton. In ihrer Studie (publiziert in Science) prüften sie nun, ob und wie lange sich dieser Effekt in der Bevölkerung nachweisen lässt. Dafür analysierten sie Daten aus England, Wales, Dänemark und den USA vor und nach der Einführung der Masern-Impfung. Die Auswertung ergab, dass die Sterblichkeit durch andere Infektionen eng an das Vorkommen von Masern gekoppelt war – und zwar über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren nach einer Masern-Erkrankung. Die Impfung führe also nicht nur zu einer Herdenimmunität gegenüber dem Virus, sondern auch gegenüber anderen Keimen, so die Forscher.

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