zur Navigation zum Inhalt
 
Impfen 24. Mai 2013

Enttäuschung: wieder eine HIV-Impfstudie abgebrochen

Die seit 2009 laufende HIV-Impfstoffstudie HVTN 505 wurde abgebrochen. In der Zwischenanalyse der Phase IIb zeigte sich keine Wirksamkeit der Impfung gegenüber Placebo. Damit sind die Bemühungen zur HIV-Prävention um eine Enttäuschung reicher.

Trotz intensiver Forschung ist es bislang nicht gelungen, eine wirksame HIV-1-Vakzine zu entwickeln. Nach verschiedenen Fehlschlägen mit Versuchen zur Induktion neutralisierender Antikörper, T-Zell-basierten Vakzinen, aber auch rekombinanten viralen Vektoren ruhten nun große Hoffnungen auf dem „Prime-Boost-Verfahren“. Den Probanden wurde innerhalb von acht Wochen dreimal eine DNA-Vakzine injiziert. Der Impfstoff enthielt genetische Sequenzen von HIV-Oberflächen- und Strukturproteinen, deren Expression das Immunsystem zunächst in Alarm versetzt (prime). In Woche 24 erfolgte zudem die Injektion eines viralen Vektors (abgeschwächter Adenovirus Typ 5, Ad5) mit der genetischen Information zur Expression verschiedener HIV-Antigene (boost).

     

Nach Angaben des National Institutes of Health trat innerhalb von zwei Jahren bei insgesamt 41 von 1.250 geimpften Probanden eine HIV-Infektion auf, in der Placebogruppe infizierten sich 30 von 1.244 Probanden. Auch hatte die Impfung keinen Effekt auf die Viruslast.. Die Suche nach einem geeigneten Impfstoff gegen HIV geht also weiter.

springermedizin.de , Ärzte Woche 21/2013

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben