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Impfen 18. Oktober 2012

Impfen in der Schwangerschaft

Totimpfstoffe können problemlos angewendet werden.

In der Schwangerschaft können bei Notwendigkeit Impfungen durchgeführt werden. Totimpfstoffe können problemlos angewendet werden, spezielle zugelassene und sichere Influenza-Impfstoffe sind erhältlich. Wegen der besonderen Gefährdung von infizierten Schwangeren wird die gut verträgliche Impfung sowohl schwangeren Frauen als auch Frauen mit Kinderwunsch vor und auch noch während der Influenzasaison zum eigenen Schutz und zum Schutz des Neugeborenen empfohlen.

„Meist sind schwangere Frauen jedoch nicht über diese Empfehlung ausreichend informiert“, brachte Prof. Dr. Herbert Kiss, Bereichsleiter an der Universitätsklinik für Frauenheilkunde im AKH Wien das Problem auf den Punkt.

Influenza in der Schwangerschaft

Während dem zweiten und dritten Trimenon (4. bis 6. Monat und 7. Monat bis zur Geburt) kann eine Influenza-Infektion besonders schwere Verläufe annehmen, vor allem bei Infektionen mit dem A/H1N1-Virus (verantwortlich für die Influenza-Pandemie 2009) – hier wurde ein vier- bis zehnfach höheres Hospitalisierungsrisiko festgestellt. In den meisten Fällen wird die Influenza (Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Laryngitis) durch eine Bronchitis und Pneumonie kompliziert, die eine intravenöse Verabreichung von Antibiotika notwendig machen. Diese schwere Allgemeinerkrankung der Schwangeren kann zu vorzeitigen Wehen und – je nach Schwangerschaftswoche – zu einer drohenden Frühgeburt führen.

Impfungen für Babys ab dem siebten Lebensmonat

Da Neugeborene ihr Immunsystem erst ausbilden und die notwendigen Antikörper durch die Muttermilch übertragen werden, macht die Impfung selbst nach der Schwangerschaft Sinn. Das Stillen stellt keine Kontraindikation dar. Für das Baby selbst ist eine Impfung erst ab dem siebten Lebensmonat möglich.

Quelle: Journalistenworkshop „Influenza, ein Gesundheitsrisiko?“, 27. September 2012, Wien

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