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Infektiologie 1. Oktober 2006

Entwicklung eines pharmakodynamischen Untersuchungsmodells mit Crithidia fasciculata

Das Genus Crithidia gehört zur Familie der Trypanosomatidae, welche u.a. auch die Genera Leishmania und Trypanosoma umfasst. Mit diesen Genera bestehen Gemeinsamkeiten hinsichtlich biochemischer Vorgänge, wie der Polyaminsynthese und dem Methioninstoffwechsel. Daher wurde Crithidia fasciculata als Modellorganismus für die Untersuchung der antiparasitären Aktivität verschiedener Substanzen herangezogen. C. fasciculata kommt in Insekten und Amphibien natürlich vor, ist aber nicht humanpathogen. Zunächst wurden verschiedene Kulturmedien ausgewertet, von welchen sich TPS am besten für die Stammpassage eignet und E-Medium – eine neue Formulierung – für die eigentliche Sensibilitätsprüfung. Optimales Wachstum von C. fasciculata wurde unter mikro-aerophiler Atmosphäre beobachtet. Schließlich wurde ein System für die Sensibilitätstestung ausgearbeitet und in der Auswertung von Extrakten aus höheren tropischen Pflanzen der Genera Stemona und Aglaia eingesetzt. Extrakte mit signifikanter Crithidienhemmung wurden für die chromatographische Fraktionierung ausgewählt, mit nachfolgender Isolierung, Strukturanalyse und weiterer Aktivitätsbestimmung der reinen Inhaltsstoffe. Ermutigende Ergebnisse wurden mit Extrakten von Aglaia odorata (Blättern), A. elaeagnoidea (Borke) und A. edulis (Blättern) erzielt, mit EC90-Werten von 1213 ng/ml, 1606 ng/ml bezw. 1462 ng/ml.

Oumaporn Tasanor, Doris Engelmeier, Brigitte Brem, Ursula Wiedermann-Schmidt, Harald Greger, Walther H. Wernsdorfer, Wiener klinische Wochenschrift

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