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Infektiologie 1. Oktober 2006

Ungewöhnlicher Verlauf der Katzenkratzkrankheit bei einem 6-jährigen Kind

Die klassische Katzenkratzkrankheit (Infektion mit Bartonella hensalae) ist bei einem immunkompetenten Kind mit der Anamnese eines Kratzers, Bisses oder intimen Kontaktes mit einer Katze vergesellschaftet. Die meisten Patienten entwickeln nach drei bis 10 Tagen einen harten Knoten in der Kratzlinie. Dieser kann wenige Tage, aber auch zwei bis drei Wochen bestehen bleiben. Während der nächsten ein bis zwei Wochen, manchmal auch länger, schwellen die regionalen Lymphknoten, die das Gebiet drainieren, in 10% der Patienten allmählich an und wieder ab. Die Knoten entwickeln ein Erythem, manchmal eitern sie. In wenigen Fällen von Katzenkratzkrankheit ist der Verlauf atypisch: Es kommt dann zu Augen- oder neurologischen Symptomen, Befall der Leber und Milz, Osteomyelitis der Wirbel, Endocarditis und Ähnlichem. Die Infektion mit Bartonella hensalae kann bei immunkompromittierten Individuen zu einer bazillären Angiomatose, bzw. Peliosis und zu einer rezidivierenden Bakteriämie führen. Es gibt verschiedene Berichte über Granulome in der Leber oder Milz die bei immunkompetenten Kindern durch B. hensalae ausgelöst wurden. Wir berichten über einen sechsjährigen Knaben mit einer derartigen hepatosplenalen Form der Katzenkratzkrankheit. Trotz früher Diagnose und Langzeit-Antibiotika-Behandlung konnte bei ihm eine Splenektomie nicht vermieden werden.

Dalibor Vukelić, Branka Benić, Dragomir Božinović, Branka Vuković, Oktavija Đakovic Rode, Zdravka Čulig, Jurica Vuković, Stipe Batinica, Stjepan Višnjić, Ivan Puljiz, Wiener klinische Wochenschrift

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