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Infektiologie 10. Februar 2016

Zika-Impfstoff in Entwicklung

Die Zika-Seuche in Süd- und Mittelamerika hat das Interesse der Pharmaindustrie geweckt, einen Impfstoff zu entwickeln.

Als einer der ersten großen Pharmakonzerne hat Sanofi ein Projekt zur Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Zika-Virus gestartet. Der Sparte Sanofi Pasteur baue dabei auf ihre, bei anderen Impfstoffen gesammelte, Erfahrung gegen ähnliche Virus-Arten wie etwa Gelbfieber und Denguefieber, teilte das französische Unternehmen mit.

Zuvor hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den globalen Gesundheitsnotstand ausgerufen, weil sich der durch Mücken übertragene Krankheitserreger vor allem in Süd- und Mittelamerika rasant ausbreitet. In Brasilien werden Tausende Missbildungen bei Neugeborenen mit Zika in Verbindung gebracht. Einen Impfstoff gibt es bisher nicht.

Sanofi hofft, Erkenntnisse aus dem erst vor kurzem zugelassenen Impfstoff gegen Denguefieber übertragen zu können. Bis jetzt haben lediglich kleinere Biotech-Firmen und Forschungseinrichtungen konkrete Pläne zur Entwicklung eines Impfschutzes gegen das Virus. Der britische Pharmakonzern GlaxoSmithKline kündigte an, ein entsprechendes Projekt zu prüfen. Das Internationale Rote Kreuz will die Erkrankungswelle langfristig bekämpfen.

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hält die Bekämpfung des Zika-Virus mit einem langfristigen Plan für nötig. „Statt allein auf die einzelnen Ausbrüche zu reagieren, muss in ein langfristiges integriertes Programm investiert werden“, sagte der IFRC-Direktor für Nord- und Südamerika, Walter Cotte, am 2. Februar in Genf.

APAscience, Ärzte Woche 6/2016

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