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Infektiologie 7. Dezember 2015

Versorgungskette in Afrika muss besser werden

Die international medizinische Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat davor gewarnt, dass lebensrettende antiretrovirale Medikamente (ARV) bei HIV/ AIDS-Patienten in Subsahara-Afrika oft nicht ankommen, obwohl zumeist Vorräte in den Ländern vorhanden sind.

Ärzte ohne Grenzen hat laut einer Meldung der Organisation, dazu aufgerufen, Verbesserungen in der Versorgungskette von ARV in der betroffenen Region durchzuführen. Der Bericht der Organisation, der auf der Internationalen Konferenz über AIDS und sexuell übertragbare Infektionen in Afrika veröffentlicht wurde, basiert auf Studien, die in Südafrika, Mosambik, Malawi und in der Demokratischen Republik Kongo durchgeführt wurden. Er zeigt auf, dass der Mangel an vorrätigen Medikamenten meistens darauf zurückzuführen ist, dass die Lieferung der Medikamente bis zum Zielort nicht gewährleistet wird: Die Medikamente sind zwar erhältlich, erreichen aber abgelegene Kliniken aufgrund schwerfälliger Verfahren oder logistischer Probleme nicht.

Der Bericht führt auch Maßnahmen an, die die Auswirkungen von Engpässen auf Patienten rasch reduzieren können. So haben HIV-Infizierte etwa in Südafrika an der Kontrolle des Medikamentenvorrats in Kliniken mitgewirkt und die Behörden über Engpässe informiert.

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