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Infektiologie 17. Juni 2015

Nosokomiale Infektionen

Konsequente Hygienemaßnahmen und überlegter Antibiotikaeinsatz als Prävention

Infektionserkrankungen zählen nach wie vor zu den gesundheitlichen Bedrohungen der Gesellschaft, nicht zuletzt deshalb, weil sich Erreger verändern oder auch gegen zunächst wirksame Medikamente Abwehrmechanismen entwickeln können. Die Prävention, sei es in Form klinikhygienischer Maßnahmen, z.B. Screening auf Problemerreger, einer adäquaten perioperativen Antibiotikaprophylaxe und eines überlegten Einsatzes von Antibiotika erhält daher einen immer höheren Stellenwert.

Die Maßnahmen, die zur Prävention ergriffen werden können, sind vielfältig. Um die Infektionsanfälligkeit des Patienten zu senken, gehören zur Vorbereitung des Patienten bei geplanten Krankenhausaufenthalten, wie z. B. vor elektiven Operationen, auch wenn möglich eine Gewichtsnormalisierung, die Einstellung von Rauchgewohnheiten, der Ausgleich einer eventuell vorhandenen Anämie und die kritische Überprüfung der laufenden Medikation. Low-dose Corticoide und Magensäure-Sekretionshemmer können die Infektionsanfälligkeit beispielsweise erheblich steigern.

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