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Infektiologie 15. Juni 2015

MERS in Südkorea

Die Infektion wütet weiter.

Der MERS-Ausbruch in Südkorea hat ein weiteres Todesopfer gefordert. Die Zahl der Neuinfektionen und Toten infolge der Atemwegskrankheit steigen weiter.

Die Zahl der Toten und der Neuerkrankungen infolge des Middle East Respiratory Syndrome- (MERS-) Ausbruchs in Südkorea ist weiter gestiegen. Ein elfter Patient sei an der Atemwegserkrankung gestorben, teilte das Gesundheitsministerium am 12. Juni mit. Es handle sich um eine 72 Jahre alte Frau, die in einem Krankenhaus in der südwestlichen Provinz Nord-Cholla behandelt worden sei.

Außerdem seien vier Neuerkrankungen dazugekommen. Die Zahl der bestätigten MERS-Kranken stieg damit seit dem ersten Fall in dem Land vor mehr als vier Wochen auf 126 (Stand 12. Juni). Der erste MERS-Patient in Südkorea war ein 68-Jähriger, der im Mai von einer Nahost-Reise zurückgekehrt war. Mehr als 3.600 Menschen, die sich angesteckt haben könnten, sind nach wie vor unter Quarantäne gestellt. Typische MERS-Symptome sind Fieber, Lungenentzündung und Nierenversagen.

Das Virus wurde erstmals 2012 in Saudi-Arabien nachgewiesen. Es gehört zu den Coronaviren, zu denen viele Erkältungsviren und auch der Sars-Erreger zählen. Bis zum 11. Juni waren bei der WHO weltweit 1.227 bestätigte MERS-Fälle erfasst, darunter mindestens 449 Todesopfer.

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